Höhere Aktivität im Hertha-Spiel

Bobic lobt Korkut: "Genau das, nach dem wir gesucht haben"

Tayfun Korkut (Foto) hat nach dem Hinrunden-Abschluss ein Lob von Fredi Bobic erhalten. Foto: Getty Images.
Tayfun Korkut (Foto) hat nach dem Hinrunden-Abschluss ein Lob von Fredi Bobic erhalten. Foto: Getty Images.

Das Hinrunden-Fazit von Fredi Bobic fällt gemischt aus, allerdings ist der Sportchef von Hertha BSC mit der Entwicklung unter Tayfun Korkut zufrieden. Das hängt nicht nur mit dem 3:2-Sieg über Borussia Dortmund zusammen.

Nach fünf Jahren bei Eintracht Frankfurt hat sich Fredi Bobic für die Herausforderung Hertha BSC entschieden. Die Aufgabe in der Hauptstadt ist alles andere als ein Spaziergang, nach sechs Siegen, acht Niederlagen und einem Trainerwechsel überwintert die Alte Dame mit 21 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Die letzten Wochen stimmen Bobic allerdings zufrieden.

Bobic: "Es waren gute und richtig schlechte Spiele dabei"

"In vier Spielen unter Tayfun Korkut waren drei sehr ansprechende Spiele und ein sehr schlechtes dabei", sagte der Sportchef im Interview mit Sky Sport und betonte: "Die Zwischenbilanz ist so, wie ich es fast erwartet habe. Wir sind auf der Suche nach Konstanz. Das ist unser großes Ziel." Insbesondere vor Korkut habe sich die fehlende Konstanz bemerkbar gemacht: "Es ist eine komplizierte Vorrunde gewesen, für viele andere genauso. Wenn man sich die Tabelle anschaut, sieht man, da gab es Ups and Downs. Wir sind sehr schlecht gestartet, haben uns ein bisschen gefangen, dann ging es mal hoch, mal runter. Es waren gute und richtig schlechte Spiele dabei."

Bobic verteidigt Korkut: "Social Media braucht kein Mensch"

Als der Trainerwechsel von Pal Dardai zu Korkut Ende November verkündet wurde, musste sich die Hertha in den sozialen Medien hämische Kommentare gefallen lassen. Dafür äußerte Bobic überhaupt kein Verständnis: "Es ist gut, dass ich kein Social Media lese, das braucht kein Mensch. Wer sich da alles ergötzt und wie auch immer. Für einen ist es immer ganz schwierig, aber gegen einen ist es total interessant, da kann man viele Gleichgesinnte finden."

"Es ist aktiver, es ist offensiver"

Der 47-Jährige habe darüber hinaus nicht die Aufgabe, Hertha zu retten, sondern "auf Kurs [zu] bringen. Das hat er in keiner einfachen Situation mit der Mannschaft bravourös gemeistert", lobte Bobic, der sich in erster Linie über den spielerischen Wandel freut: "Die Art und Weise, wie er gerne Fußball spielen lässt, auch mit den Spielern, die er vorgefunden hat, da sind wir auf einem guten Weg. Es ist aktiver, es ist offensiver, es ist genau das, nach dem wir gesucht haben: Die Spieler dahin zu bringen und von der Idee zu begeistern, dass sie nicht passiv spielen, sondern aktiv." Dieser Weg soll in der Rückrunde fortgesetzt werden - und wenn Hertha dann auch konstant punktet, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt nicht allzu schlecht.

Florian Bajus  
23.12.2021