"Jetzt werden die Weichen gestellt"

Bobic: Eintracht trotz Corona "dauerhaft ins erste Drittel der Liga"

Bobic will mit Eintracht trotz Corona nach oben. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Bobic will mit Eintracht trotz Corona nach oben. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat sich am Samstag mit einiger Mühe im DFB-Pokal für die zweite Hauptrunde qualifiziert. In Abwesenheit europäischer Abenteuer hat der Cup für die Hessen in dieser Saison einen sehr hohen Stellenwert, auch der finanzielle Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Immerhin hat Fredi Bobic weiterhin hohe Ambitionen.

Die Coronakrise trifft den Klub durchaus hart. Der Sportchef rechnet mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 75 Millionen Euro. "Das ist schon brutal und reißt ein Loch", sagt er gegenüber Bild am Sonntag. "Es ist hart, weil natürlich noch weiter nach vorn wollten und die Chance dafür auch gesehen haben", so Bobic. Trotz der Bremswirkung der Pandemie korrigiert der Ex-Profi seine Ansprüche aber nicht merklich nach unten. 

"Weg der Kontinuität weitergehen"

"Dauerhaft ins erste Drittel der Liga, das bleibt auch unser mittelfristiges Ziel", so Bobic. Die aktuelle Phase sei auf dem Entwicklungsweg der Eintracht ganz entscheidend. "Jetzt werden die Weichen gestellt, um unseren Weg der Kontinuität weiterzugehen." Entsprechend verlängerte Frankfurt den Vertrag von Cheftrainer Adi Hütter, auch die Festverpflichtung von Andre Silva ist ein klares Zeichen. Bobic schließt allerdings weiterhin nicht aus, dass wichtige Spieler den Verein verlassen.

"Auch mal 'Tafelsilber' verkaufen müssen"

"Wir sehen uns als gehobenen Ausbildungsklub, da ist es normal, dass uns gute Spieler auch mal verlassen. Wir müssen uns immer wieder neu erfinden", fordert der 48-Jährige. Vorrangiges Ziel sei es natürlich, die besten Spieler im Team zu halten. Immer wird sich dieses Ziel jedoch nicht verfolgen lassen. "Wir werden auch mal 'Tafelsilber' verkaufen müssen, wenn es Sinn macht", erklärt Bobic. Mehr als wenig konkrete Gerüchte rund um Spieler wie Martin Hinteregger, Filip Kostic und Kevin Trapp gibt es aktuell aber nicht.

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Lars Pollmann  
13.09.2020