"Werden kein großes Geld verdienen"

Bobic: Bundesliga bereit, für Fan-Rückkehr "drauf zu zahlen"

Verwaiste Tribünen sollen so schnell wie möglich Vergangenheit sein. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Verwaiste Tribünen sollen so schnell wie möglich Vergangenheit sein. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Die Coronakrise hält die Bundesliga nach wie vor in ihren Klauen. Hoffnungen auf eine Rückkehr von Fans zum Start der neuen Saison schwinden in diesen Tagen spürbar. Die Vereine setzen aber darauf, dass ihre Konzepte Anklang finden. Fredi Bobic betont, dass es nicht um den Faktor Geld geht.

"Wir versuchen Konzepte zu finden, wie wir unter diesen Voraussetzungen Zuschauer in die Stadien bekommen. Wir kämpfen darum, aber eins ist klar: Wir werden damit kein großes Geld verdienen. Wir werden eher draufzahlen", so der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt gegenüber dem TV-Sender Sky. Die Bereitschaft dazu sei groß, um "eine gewisse Stimmung wieder zu haben". Gerade bei den Hessen gilt die Verbindung der Mannschaft zu den Fans als großes Faustpfand, das in Zeiten von Geisterspielen leidet.

"Aufpassen, dass wir nicht Generationen von Fans verlieren"

"Wir müssen auch aufpassen, dass wir nicht Generationen von Fans vielleicht verlieren, die irgendwann gelangweilt sind, weil keine Zuschauer ins Stadien kommen dürfen", warnt Bobic. Ähnlich mahnende Worte hatte sein Vorstandskollege Axel Hellmann unlängst gegenüber Sport Bild gewählt. In jedem Fall ist Bobic der Ansicht, dass dieser "Kampf an allen Fronten" derzeit wichtiger sei als Grundsatz-Diskussionen über das Fußball-Geschäft. "Natürlich wird es eine Zeit geben, alles zu hinterfragen", sagt er zwar. Für Eintracht Frankfurt beansprucht Bobic aber, dass "wir immer solide gewirtschaftet und nie auf der letzte Kante genäht haben". 

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Lars Pollmann  
21.08.2020