Sportdirektor-Vertrag läuft aus

Bleibt Mislintat nur bei Beförderung in den VfB-Vorstand?

Mislintat wurde vom VfB zuletzt brüskiert. Foto: Getty Images
Mislintat wurde vom VfB zuletzt brüskiert. Foto: Getty Images

Beim VfB Stuttgart rumorte es zuletzt nicht nur wegen des Saisonstarts mit sieben Bundesliga-Spielen ohne einen Sieg. Die Vereinsführung hat mit dem Engagement von Christian Gentner, Philipp Lahm und Sami Khedira Fakten gegenüber Sven Mislintat geschaffen, der Sportdirektor gilt als brüskiert. Sein Verbleib über das Vertragsende im Sommer hinaus ist nicht gesichert.

Zwar haben zuletzt sowohl Mislintat selbst, als auch Vorstandschef Alex Wehrle den Wunsch bekundet, weiterhin zusammenzuarbeiten. Doch ist schwer vorstellbar, dass die Posse um das erweiterte sportliche Kompetenzteam, das der Klub unabhängig vom Sportdirektor aufgestellt hat, das Verhältnis von Mislintat zum VfB nicht belastet. Sport Bild berichtet nun, dass der 49-Jährige wohl nur für den Fall einer Beförderung zum Sportvorstand bei den Schwaben bleiben würde.

"Mir ist egal, ob Sportdirektor oder Sportvorstand"

Vor dem lange feststehenden Abschied von Thomas Hitzlsperger im Frühjahr war das Thema immer wieder aufgekommen, seinerzeit hat Mislintat Ambitionen auf eine Beförderung abgestritten. "Das könnte ein Lösung sein", ließ er sich aber zuletzt vom kicker diesbezüglich zitieren: "Mir ist egal, ob Sportdirektor oder Sportvorstand. Es muss halt passen. Mir reicht auch die Verlängerung als Sportdirektor, wenn alles zusammenpasst und die Gespräche gut enden", erklärte Mislintat da. Laut des Berichts von Sport Bild soll für ihn aber eigentlich klar sein, dass er nur als Vorstand sein Gesicht wahren könne.

Schlechte Aussichten im Aufsichtsrat?

Ob es zu dieser Beförderung kommt, bleibt aber auch abzuwarten. Denn sie müsste durch den Aufsichtsrat erfolgen, aus dessen Kreis Ex-U21-Nationaltrainer Rainer Adrion dem Bericht zufolge kein sonderlich gutes Verhältnis mit Mislintat habe. Es sei "schwer vorstellbar, dass das Gremium eine Beförderung durchwinkt", schreibt das Magazin. Wenn Mislintat sie wirklich zur Voraussetzung für seinen Verbleib machen sollte, wäre seine Autorität mit einer Absage durch das Kontrollgremium endgültig ramponiert und ein Abschied wohl unausweichlich.

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Lars Pollmann  
21.09.2022