Knäbel hofft auf das Duo

Bleiben "Identifikationsfiguren" Huntelaar und Kolasinac?

Huntelaar und Kolasinac könnten in Liga zwei vorangehen. Foto: Imago
Huntelaar und Kolasinac könnten in Liga zwei vorangehen. Foto: Imago

Für den FC Schalke 04 geht es im verbleibenden Saisonverlauf darum, sich mit dem letzten Rest Würde aus der Bundesliga zu verabschieden. Zudem läuft sozusagen ein Casting für die Profis, die im Unterhaus den Neuaufbau mitgestalten könnten. Geht es nach Peter Knäbel, gehören Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasinac auf jeden Fall dazu.

"Da geht es um das Thema Identifikationsfiguren, das ist für uns sehr wichtig", zitiert die WAZ den Sportchef aus einer digitalen Diskussionsrunde mit Vereinsmitgliedern. "Wenn ich mir die beiden anschaue, wie sie den Verein leben – beim 'Hunter' ist das Anschauungsunterricht pur", schwärmt Knäbel. Der Niederländer war bekanntlich im Winter von Ajax zurückgekehrt, tauschte die Aussicht auf eine Meisterschaft mit dem letztlich vergeblichen Abstiegskampf auf Schalke. Kolasinac, eine Leihgabe des FC Arsenal, sei derweil ein hervorragender Kapitän.

"Nicht denken, dass ein Portemonnaie aufgegangen ist"

Gerade beim Bosnier ist allerdings mehr als fraglich, ob sich Schalke eine Weiterverpflichtung in Liga zwei leisten kann. Der Verteidiger kassiert in London ein fürstliches Gehalt, das selbst bei einer weitgehenden Übernahme durch die Gunners jeden Deal mit den Königsblauen schwer vorstellbar macht. "Man darf nicht denken, dass hier ein Portemonnaie aufgegangen ist", schränkt Knäbel ein. Grundsätzlich sind die Personalplanungen auf Schalke noch nicht in einem Stadium, in dem er etwas verkünden könne. 

"Wir müssen die Fusion hinbekommen"

Dies bezieht Knäbel auch auf die Frage, welche Spieler den Klub im Sommer verlassen werden. "Keiner möchte von seinem Chef im Internet hören, wer nicht mehr dabei ist", sagt der 54-Jährige. Ein großer Umbruch steht aber allemal bevor, vor allem der Nachwuchs soll in den Vordergrund rücken. "Wir müssen die Fusion hinbekommen mit jungen Spielern und der Erfahrung", sagt Knäbel. Und meint mit letzterem sicher nicht zuletzt Huntelaar und Kolasinac.

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Lars Pollmann  
28.04.2021