Alle bei der U19

Blanco & Co: So steht es um Eintrachts Spanien-Youngsters

Fabio Blanco (m.) lief zuletzt regelmäßig für U19 der Eintracht auf. Foto: Eintracht Frankfurt

Die Personalie Fabio Blanco war bei Eintracht Frankfurt in den letzten Wochen eine heiß diskutierte. Doch im Sommer kamen noch zwei weitere spanische Youngster an den Main. fussball.news erklärt, wie es derzeit um Blanco, Nacho Ferri und Enrique Herrero steht. 

Aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Eintracht berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Bei den Profis trainieren, in der U19 Spielpraxis sammeln: So läuft es derzeit für Eintrachts Toptalent Fabio Blanco, der im Sommer aus der A-Jugend des FC Valencia nach Frankfurt gekommen war. Acht Spiele absolvierte der 17-Jährige für das Team von Trainer Jürgen Kramny bislang. Blancos Bilanz: Zwei Tore und eine Vorlage. In einer starken Juniorenauswahl (aktuell Platz 3 in der Bundesliga Südwest) fällt der dribbelstarke Offensivspieler mit seinen Anlagen immer wieder auf, ist bislang aber noch nicht der ersehnte Unterschiedsspieler. Nach dem 3:0 gegen den 1. FC Saarbrücken fühlte sich der Youngster aber kurz wie ein Profi: Jugendliche kamen zum Spielfeld gerannt und baten ihn um Autogramme. Der Schritt zum echten Profi ist für Blanco aber noch ein weiter. Dort durfte er zuletzt auch bei den Profis wieder regelmäßiger auch in den Spieleinheiten mittrainieren - obgleich Oliver Glasner ihn dort auch in der Mittelfeldzentrale testete und nicht auf dessen angestammter Position auf Rechtsaußen.

Blanco mit Schweinsteiger-Move zum Profi?

Plant der Österreicher etwa einen Schweinsteiger-Move mit Blanco? Der ehemalige Spieler des FC Bayern München und Weltmeister von 2014 hatte zu Beginn seiner Karriere noch auf den offensiven Außenbahnen agiert, um anschließend zu einem der besten zentralen Mittelfeldspieler der Welt zu werden. Aktuell muss sich Blanco aber ohnehin erstmal bei der Eintracht durchbeißen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass ein Abgang im Winter schon Thema sein soll. Der FC Barcelona gilt als Interessent, der mit Profitraining und Einsätzen in der Reserve locken soll. Bei der Eintracht weiß man davon allerdings nichts. Im Nachwuchsleistungszentrum hinterlässt Blanco bis dato einen aufgeräumten und demütigen Eindruck. Die Integration ins Team läuft bislang hervorragend. 

Verletzungspech bei Ferri

Davon kann Ignacio Ferri Julia, kurz Nacho Ferri, derzeit nur träumen. Der 17-jährige Angreifer wechselte auch im Sommer an den Main, aus der U19 von UD Alzira, kam bislang aber noch zu keinem Pflichtspieleinsatz. Der Grund: Der großgewachsene (1,92 Meter) Spanier kämpft mit Verletzungspech. Bei seinem Wechsel hatte Ferri bereits einen Bänderriss, der noch auskurieren musste. Nachdem er sich zurückgekämpft hatte, folgte der Rückschlag mit einer Muskelverletzung. Bei der Eintracht ist man aber zuversichtlich, dass der Angreifer, der bereits über einen Anschlussvertrag als Profi (tritt am 18. Geburtstag in Kraft) verfügt, beim nächsten Ligaspiel beim VfB Stuttgart am 20. November wieder mitwirken kann. 

Fehlende Spielberechtigung bei Herrero 

Das soll im Optimalfall auch Enrique Herrero Garcia. Für den 16-jährigen Angreifer, der aus der Jugend des FC Villareal kam, liegt aktuell schlichtweg noch keine Spielberechtigung vor. Herrero trainierte zuletzt immer wieder auch bei den Profis mit, hat aber vor allem körperlich noch erhebliche Defizite. Umso ärgerlicher, dass er für die U19-Junioren bislang noch nicht zum Einsatz kommen konnte. Die UEFA hat beim Wechsel Minderjähriger strenge Regularien, die zur Erteilung einer Spielerlaubnis eingehalten werden müssen. Die Eintracht hat nach fussball.news-Informationen zwar ihre Hausaufgaben gemacht, doch der zuständige Regionalverband in Spanien lässt noch auf sich warten. Aktuell heißt das Motto deshalb abwarten. Aber wie bei Ferri ist auch bei Herrero die Hoffnung groß, dass sich die Situation schnellstmöglich ändert und alle drei Spanier bald gemeinsam für die A-Junioren der Frankfurter stürmen können. 

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Benjamin Heinrich  
31.10.2021