Profis wählten selbst

Bittencourt: Werder-Kapitän? "Ich wollte es nie werden"

Bittencourt ist ohne Binde glücklich. Foto: Getty Images
Bittencourt ist ohne Binde glücklich. Foto: Getty Images

Die Profis von Werder Bremen haben zur neuen Saison Marco Friedl als ihren Kapitän bestimmt. Bei der Wahl unter den Spielern des Aufsteigers setzte er sich gegen die übrigen Mitglieder des Mannschaftsrats durch. Das Ergebnis kam für viele Beobachter durchaus überraschend. Sie hatten mehrheitlich mit Niclas Füllkrug oder Leonardo Bittencourt gerechnet. Der streitet entsprechende Ambitionen jedoch ab.

"Ich habe auch gelesen, dass ich angeblich Kapitän werden wollte, aber das stimmt nicht. Ich wollte es nie werden. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie mich nicht wählen brauchen", erklärt der Mittelfeldmann nun gegenüber dem Portal DeichStube. Gegen die Ehre, seine Kollegen mit der Binde aufs Feld zu führen, hätte sich Bittencourt dabei wohl kaum gewehrt. Wohl aber ist er der Ansicht, dass es das Zeichen nach außen nicht brauche, um Führungsaufgaben zu übernehmen.

"Weiß auch so, welches Gewicht meine Stimme hat"

"Ich muss nicht Kapitän sein, denn ich weiß auch so, welche Rolle ich in der Mannschaft habe und welches Gewicht meine Stimme hat. Damit werde ich Marco im Hintergrund unterstützen. Er hat sich das Amt verdient", so Bittencourt. Als der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga aus dem Kader von Werder Bremen wird der Deutsch-Brasilianer sicher so manches Mal als Ratgeber und Wortführer zum Einsatz kommen.

"Wir sind Underdog in der Liga"

Vor dem Start der Spielzeit mit dem Pokalspiel bei seinem Ex-Klub Energie Cottbus am Montagabend geht Bittencourt derweil durchaus optimistisch ans Werk. Durch den Aufstieg sei die Stimmung bei Werder sehr positiv. "Es wird eine schwierige Aufgabe, klar. Wir sind Underdog in der Liga. Aber wir haben im letzten Jahr etwas geschaffen, einen großen Zusammenhalt, der uns dabei helfen kann, unsere Ziele zu erreichen", ist der Routinier überzeugt.

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Lars Pollmann  
28.07.2022