Mutige Aussage

"Bin der Beste auf dieser Position": Als Kohfeldt vor dem Freiburg-Spiel "All-In" ging

Florian Kohfeldt durfte am Ende über den Klassenerhalt jubeln.
Florian Kohfeldt durfte am Ende über den Klassenerhalt jubeln. Foto: Getty Images

Werder Bremen hat den Klassenerhalt erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim klar gemacht (0:0/2:2) und eine schwierige Saison somit in letzter Sekunde gerettet. Trainer Florian wurde für seinen Mut, der ihn das Amt hätte kosten können, belohnt.

Florian Kohfeldt stand nach der 1:4-Niederlage zum Auftakt nach dem Re-Start bei Werder Bremen unter Beschuss, Vereinslegenden plädierten bereits für eine Entlassung. Da nahm der Trainer vor dem Duell beim SC Freiburg am 22. Mai allen Mut zusammen und sagte kämpferisch: "Ich sehe es so, dass ich aktuelll der Beste auf dieser Position bin." Rumms!

Als Kohfeldt "All-In" ging

Vier Punkte hatten die Hanseaten bis dahin erst im Jahr 2020 geholt, der letzte Erfolg datierte noch aus dem Januar bei Fortuna Düsseldorf (1:0). Und dann so eine Aussage? Aufsichtsratschef Marco Bode gab im Magazin 11Freunde zu: "Er ging da ein hohes Risiko, für mich hörte sich das ein Stück weit nach All-In an."

Emotionale Worte

Und Kohfeldt selbst? "Ich habe einfach gesagt, was ich empfunden habe, habe nichts groß geplant." Es war also Sätze, die aus der Emotion heraus fielen. Er wusste daher: "Wenn wir das Spiel in Freiburg verloren hätten, hätte ich bestimmt das Gespräch mit Frank Baumann (Manager, Anm. d. Red.) und Marco gesucht."

Bei Freiburg-Niederlage? Zukunft offen

Der Ausgang? Laut Kohfeldt wäre dieser wohl offenener denn je zuvor gewesen: "Und welches Ergebnis das gehabt hätte, ist im Nachhinein schwer zu sagen." Doch es ging gut, Bremen holte aus den folgenden drei Partien wichtige sieben Zähler und schaffte so die Basis für den späteren Klassenerhalt in der Relegation.

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Christopher Michel  
08.08.2020