Investitionen verspätet

'Big City Club' Hertha weniger neureich als gedacht?

Hertha steht deutlich hinter den Erwartungen zurück. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Hertha steht deutlich hinter den Erwartungen zurück. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Mit vier Punkten aus sechs Spielen ist Hertha BSC bislang eine der Enttäuschungen der noch jungen Bundesliga-Saison. Vom Angriff auf die europäischen Plätze ist der 'Big City Club' weit entfernt. Eine Rolle spielt dabei, dass nicht wie geplant in die Mannschaft investiert wurde.

Zwar wies die Alte Dame im Sommer eine klar negative Transfer-Bilanz auf, jedoch konnte der Klub nicht alle Ziele realisieren. Wie Sport Bild berichtet, sollte so etwa noch ein weiterer Mittelfeldspieler kommen, zudem habe Hertha auf den Außenbahnen gesucht. Ein Grund für die ausgebliebenen weiteren Investitionen seien Ungereimtheiten bei der geplanten Übernahme weiterer Anteile durch Lars Windhorst und seine Firma Tennor.

Investitionen gegen die Corona-Löcher

Demnach sollen bereits im Sommer veranschlagte 50 Millionen Euro teilweise verspätet bei Hertha eingegangen sein. Aktuell habe sich der Klub mit dem Investor darauf geeinigt, eine weitere Tranche von 100 Millionen Euro, deren Fälligkeit Ende Oktober gelegen hätte, zu verschieben. Allerdings seien diese Investitionen nicht zwangsläufig in die Mannschaft geflossen. Vielmehr wolle Hertha BSC die Gelder nutzen, um Ausfälle in der Corona-Pandemie zu decken und Altlasten zu tilgen.

Piatek im Winter weg?

Auch für den Winter-Transfermarkt hat der Klub somit aber voraussichtlich weniger Geld zur Verfügung als bisher angenommen. Dem Bericht zufolge müsste Hertha Spieler verkaufen, um selbst nachlegen zu können. Als Kandidat böte sich in erster Linie Krzystof Piatek an, bei dem Stürmer allerdings müssten die Hauptstädter wohl mit einem Verlust leben. 24 Millionen Euro sind für den zuletzt nur mit Kurzeinsätzen bedachten Polen im Januar wohl kaum zu erzielen.

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Lars Pollmann  
04.11.2020