Triple im ersten Jahr als Cheftrainer

Bierhoff: "Größte Stärke von Flick, für eine Atmosphäre zu sorgen"

Flick und Bierhoff sind langjährige Weggefährten. Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images
Flick und Bierhoff sind langjährige Weggefährten. Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images

Mit dem Gewinn des Triples hat Hansi Flick in seiner ersten Saison als Cheftrainer des FC Bayern den maximalen Erfolg erreicht. Die Huldigungen des ehemaligen DFB-Assistenztrainers reißen nicht ab. Oliver Bierhoff kennt den 55-Jährigen genau und weiß, warum er so erfolgreich ist.

"Für mich besteht seine wohl größte Stärke darin, für eine Atmosphäre zu sorgen, in der sich alle wohlfühlen, in der alle Spaß haben und die zugleich von Respekt und Leistungsbereitschaft geprägt ist", so der DFB-Direktor gegenüber dem Schweizer Boulevardblatt Blick. Dies entspreche dem Charakter von Flick, den Bierhoff als "warmherzigen Familienmenschen" bezeichnet. 

"Schlicht beeindruckend"

"Es ist schlicht beeindruckend, wie er diese Bayern gedreht hat, vom Auftreten, von der Geschlossenheit, von der Spielweise her", lobt der Ex-Profi den so erfolgreichen Cheftrainer-Novizen auf Top-Niveau. Vor seiner Amtsübernahme nach der Entlassung von Niko Kovac hatte Flick zuletzt bis 2005 die TSG Hoffenheim trainiert. Sein letztes Spiel in Hauptverantwortung war ein Sieg über die zweite Mannschaft des TSV 1860 München in der Regionalliga Süd.

"Als Bundestrainer eine makellose Bilanz"

In seiner Zeit beim DFB hat sich Flick als Co-Trainer von Joachim Löw freilich viele Meriten verdient. Gewissermaßen gab es auch eine Vorbereitung auf die große Drucksituation, die er nun mit dem FC Bayern beim Finalturnier der Champions League meisterte. "Seine erste Belastungsprobe hatte er im EM-Viertelfinale 2008 gegen Portugal, als Löw wegen eines Platz­verweises gesperrt war", erinnert Bierhoff. "Er hat sie gemeistert und seither als Bundestrainer eine makellose Bilanz", scherzt der Direktor Nationalmannschaften.

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Lars Pollmann  
30.08.2020