Nationalspieler schloss sich Chelsea an

Bierhoff: DFB bei Havertz zwischen Bedauern und Freude

Havertz verpasst die Partie in der Schweiz. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Havertz verpasst die Partie in der Schweiz. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft muss im zweiten Nations-League-Spiel am Sonntag in der Schweiz auf Kai Havertz verzichten. Der Jungstar hat den DFB-Tross verlassen, um seinen Wechsel zum FC Chelsea zu vollenden. Oliver Bierhoff und Co. empfinden dabei gemischte Gefühle.

"Auf der einen Seite freuen wir uns riesig für ihn, dass er jetzt diesen Schritt zu einem Top-Verein gegangen ist. Die Premier League wird ihn stark fordern, seine Entwicklung weiter vorantreiben", ist der DFB-Direktor gegenüber dem TV-Sender Sport1 überzeugt. Auch freue sich die Nationalelf für Bayer Leverkusen, das trotz der Corona-Pandemie und eines schwerfälligen Transfermarkts einen guten Preis erzielen konnte. Die vorzeitige Abreise von Havertz aber "bedauern wir sehr", so Bierhoff.

"Wir haben ihn vermisst und hätten ihn gern gehabt"

Der Offensivspieler hatte wegen des Wechsels wohl schon gegen Spanien am Donnerstagabend auf der Bank gesessen, um keine Verletzung zu riskieren. Nach der Abreise in Richtung London stieß er nicht wieder zum DFB-Team. "Wir haben ihn vermisst mit seiner technischen Qualität, mit seinen Möglichkeiten, auch Tore zu schießen. Gerade gegen die Schweiz hätten wir ihn natürlich gerne gehabt", so Bierhoff. Die Klärung der Zukunft von Havertz habe nun jedoch "leider im Vordergrund" gestanden. Der 21-Jährige schloss sich nach Antonio Rüdiger und Timo Werner als dritter aktueller Nationalspieler von Deutschland den Blues an.

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Lars Pollmann  
06.09.2020