Hertha BSC

Nachruf auf Bernstein: "Predigte Schulterschluss nicht nur, er lebte ihn"

Bernstein ist völlig unerwartet verstorben. Foto: Getty Images
Bernstein ist völlig unerwartet verstorben. Foto: Getty Images

Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Kay Bernstein hat Fußballdeutschland tief erschüttert. Der Präsident von Hertha BSC wurde aufgrund seiner persönlichen Geschichte als wertvolle Stimme im Geschäft geschätzt. Zahlreiche Menschen erinnern sich in diesen Tagen an schöne Erlebnisse mit dem einstigen Ultra, der im Alter von nur 43 Jahren verstorben ist.

Digitales Kondolenzbuch eingerichtet

Hertha hat wegen des überwältigenden Ausmaßes der Anteilnahme ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet, in das sich User aus aller Welt eintragen können. Zudem hat der Zweitligist einen berührenden Nachruf auf den verstorbenen Präsidenten veröffentlicht. "Er predigte den Schulterschluss nicht nur, er lebte ihn Tag für Tag vor", heißt es darin über die Amtszeit von Bernstein, in der er "die Metapher vom 'zarten Pflänzchen der blau-weißen Hoffnung'" geprägt habe.

"Für Kay. Für Hertha BSC"

Dardai dazu: Haben psychologische Unterstützung angeboten. Anlässlich des 130. Geburtstags der Alten Dame setzte Bernstein die Metapher auch in eine Realität um: Vor der Geschäftsstelle des Klubs wurde ein Apfelbaum gepflanzt. "Das nötige Gärtnerequipment brachte unser Kluboberhaupt gleich selbst mit. Einfach machen, ein Motto, das Kay Bernstein stets begleitete", erinnert der Hauptstadtverein. Der Baum soll als sichtbares wie symbolisches Vermächtnis des Verstorbenen weiter gedeihen und für den vielzitierten 'Berliner Weg' stehen, den Hertha nun im Sinne von Bernstein fortsetzen will. "Als Einheit werden wir Herthaner durch diese schwere Zeit gehen, unsere Gemeinschaft pflegen und stärken und unseren eingeschlagenen Weg fortführen. Für Kay. Für Hertha BSC", schließt der Nachruf.

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Lars Pollmann  
18.01.2024