Trotz Saisonstart mit 1 Punkt

Bernstein: Hertha "von der Intensiv- auf die Aufwachstation"

Bernstein wartet noch auf den ersten Sieg als Präsident. Foto: Getty Images
Bernstein wartet noch auf den ersten Sieg als Präsident. Foto: Getty Images

Hertha BSC hat am Samstag gegen Borussia Dortmund im vierten Bundesligaspiel der Saison die dritte Niederlage kassiert. Das knappe Ergebnis von 0:1 schmeichelte den Berlinern, die schwache Chancenverwertung des BVB hätte beinahe sogar einen glücklichen Punktgewinn bedeutet. Kay Bernstein ist bei der aktuellen Lage trotz der schwachen Ausbeute optimistisch.

"Wir haben verloren – das ist schade, aber kein Schock, wenn wir ehrlich anerkennen wo wir herkommen", schreibt der Präsident bei Twitter in Anspielung an die letzten beiden Jahre, in denen der Klassenerhalt erst sehr spät in der Saison und dann sogar erst in der Relegation gelang. "Mich haben diese Erlebnisse sehr demütig gemacht", so Bernstein. Deshalb sei wichtig, ein Spiel wie gegen den BVB richtig einzuordnen.

 

"Deutlich gezeigt, dass sich da etwas entwickelt"

"Wir sind, um es ganz deutlich auszudrücken, von der Intensivstation auf die Aufwachstation verlegt worden – und hoffen mit harter Reha sowie ein wenig Glück weiter Fortschritte zu machen", erklärt der 41-Jährige. Dahingehend macht ihn auch der Auftritt gegen Dortmund hoffnungsvoll, denn die Mannschaft von Sandro Schwarz habe auch bei der Niederlage gegen den Champions-League-Teilnehmer "deutlich gezeigt, dass sich da etwas entwickelt". 

Wegen Richter: "74. Minute das Highlight für mich"

Die schönste Nachricht des 4. Spieltags stellte derweil das Comeback von Marco Richter dar, der keine zwei Monate nach einer Hodenkrebs-Diagnose eingewechselt wurde. "Wenn sein Lattenschuss den Weg ins Netz gefunden hätte, wäre das die alles überstrahlende Fußballgeschichte des Spieltags gewesen", betont Bernstein. "So bleibt die 74. Minute das Highlight für mich." In der machte sich Richter bereit für den Einsatz, der beinahe einen Punktgewinn mit sich gebracht hätte.

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Lars Pollmann  
30.08.2022