Filip Kostic und Co.

Bericht: Eintracht benötigt Transfereinnahmen

Sportvorstand Fredi Bobic muss weiterhin Spieler verkaufen.
Sportvorstand Fredi Bobic muss weiterhin Spieler verkaufen. Foto: Getty Images

Der Verbleib von Kevin Trapp, Martin Hinteregger oder Filip Kostic klingt zunächst einmal sehr positiv für Eintracht Frankfurt. Doch auf Dauer gesehen muss der Traditionsklub inmitten der Coronakrise Profis dieser Güteklasse eigentlich verkaufen.

Die wirtschaftliche Lage bei Eintracht Frankfurt wird vom kicker weiterhin als angespannt bezeichnet. Laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach sei die Saison zwar durchfinanziert. Doch es bleiben inmitten der Coronakrise viele unbekannte Faktoren. So kalkulierten die Frankfurter für die Rückrunde optimistisch mit Vollauslastung, doch davon ist angesichts der Infektionszahlen kaum auszugehen.

Eintracht muss weiter Leistungsträger abgeben

Der Verkauf von Leistungsträgern wäre deshalb wichtig gewesen, doch die schweren Verletzungen von Filip Kostic (Knie) und Evan N'Dicka (Syndesmose) kamen diesbezüglich zur Unzeit. So sehr sich Trainer Adi Hütter über deren Verbleib freuen mag, so wichtig wäre ein Abgang zur wirtschaftlichen Entlastung gewesen.

Kein spektakulärer Transfersommer

Die Eintracht muss weiterhin Kredite zurückzahlen, weshalb auch Einnahmen aus Transfers generiert werden sollten. Nicht immer ist ein Transfersommer wie vor einem Jahr möglich, der Verkauf der "Büffelherde" brachte rund 100 Millionen Euro ein. Doch die Frankfurter sehen sich auch weiterhin als Ausbildungsklub auf gehobenem Niveau - und zu diesem Geschäftsmodell zählen eben auch Verkäufe von Spielern der Güteklasse Kostic, N'Dicka oder Martin Hinteregger.

Florian Bolker  
08.10.2020