Mittelfeldmann

Benes in Gladbach außen vor: "Ich muss das professionell sehen"

Benes erhielt zuletzt keine Spielanteile. Foto: Getty Images
Benes erhielt zuletzt keine Spielanteile. Foto: Getty Images

Jeder Trainerwechsel bringt beinahe unweigerlich Gewinner hervor. Als solcher kann sich Laszlo Benes bei Borussia Mönchengladbach allerdings nicht wähnen. Der Mittelfeldmann hat seit September unter Adi Hütter nicht eine Einsatzminute erhalten.

In der Schaltzentrale der Fohlen sind Manu Kone und Denis Zakaria gesetzt, selbst Florian Neuhaus musste sich zuletzt hintanstellen. Dass Benes nach seiner Rückkehr von einer Leihe zum FC Augsburg derzeit aber so gar keine Rolle spielt, wurmt den Slowaken natürlich. "Mein Anspruch an mich selbst und meine tatsächliche Spielzeit stimmen derzeit nicht überein. Aber ich muss das professionell sehen und mich weiter reinhängen, bis ich wieder meine Möglichkeiten bekomme", erklärt er gegenüber der Bild-Zeitung.

"Hütter mit meiner Leistung im Training sehr zufrieden"

Die Frage, ob er angesichts seiner geringen Spielanteile auf einen Verbleib in Augsburg hätte drängen sollen, stellt sich für Benes nicht. "Borussia hat im Sommer deutlich gemacht, dass man mich braucht." Warum Hütter nicht auf ihn setzt, kann der siebenfache Nationalspieler nicht so genau einschätzen. "Er sagt, dass er mit meiner Leistung im Training sehr zufrieden ist. Auch, als ich zu Beginn der Saison ein paar Mal eingewechselt wurde, hat er mich gelobt." Deshalb könne sich Benes nichts vorwerfen, sein Verweis geht auf das dichte Gedränge im Mittelfeld von Borussia Mönchengladbach.

"Nicht über eine Leihe nachdenken oder sprechen"

Um dem zu entkommen, könnte sich im Winter eine dritte Leihe seit der Ankunft am Niederrhein anbieten. "Es sind noch sechs Spiele bis zur Winterpause. Ich möchte mich darauf konzentrieren und nicht über eine Leihe nachdenken oder sprechen. Aber natürlich ist es wichtig für mich viel Spielpraxis zu sammeln", so Benes. Der 2016 immerhin 5 Millionen Euro teure Mittelfeldmann ist mit 24 Jahren dem Talentstatus entwachsen und will sich nicht zuletzt auch wieder für die slowakische Nationalmannschaft empfehlen. Ob das bei Gladbach noch möglich ist, entscheiden vielleicht bereits die nächsten Wochen.

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Lars Pollmann  
18.11.2021