Frankfurter Dominoeffekt?

Ben Manga, Bobic und Hütter: Eintracht-Trio vor Verbleib?

Stehen Fredi Bobic, Ben Manga und Adi Hütter auch in der kommenden Saison bei der Eintracht in Verantwortung? Foto: Imago

Die angestrebte Beförderung von Ben Manga könnte bei Eintracht Frankfurt einen Dominoeffekt haben. Mit dieser Personalie stellen die Verantwortlichen die erste Weiche für eine erfolgreiche Zukunft.

Laut einem Bericht von Sky soll Eintrachts Chefscout Ben Manga zur kommenden Saison die Nachfolge von Sportdirektor Bruno Hübner antreten, der seinen auslaufenden Vertrag nach zehn Jahren nicht mehr verlängert. Nach fussball.news-Informationen wird intern aber eher über eine Neuausrichtung der Abteilung nachgedacht, ein Sportdirektorenposten könnte dann obsolet werden. "Es gibt auch Überlegungen, wie man die Position und den Verein umstrukturiert, etwas anders zu machen. Der Verein erfindet sich immer wieder neu", bestätigte Hübner in der vergangenen Woche bereits auf Nachfrage von fussball.news. 

Puzzleteile Manga und Zelichowski

Sicher wird aber sein, dass Manga intern befördert wird, mehr Entscheidungsgewalt und Verantwortung erhält, die über die Rolle eines Chefscouts hinausgeht. Eine übergeordnete Direktorenfunktion ist dabei wahrscheinlich. Ein weitere Personalie innerhalb der Neuausrichtung wird Sebastian Zelichowski sein. Der Chefanalyst von Eintracht Frankfurt durchläuft aktuell den DFB-Lehrgang "Management im Profifußball" bis zum April 2022, erhält dort eine umfassende Ausbildung und arbeitet bereits als Referent des Sportvorstandes Fredi Bobic. Ob der 38-Jährige (Vertrag bis 2023) bereits in diesem Sommer mehr Verantwortung innerhalb des Klubs erhält oder erst nach Abschluss des Lehrgangs, ist noch nicht klar. Bei den Hessen aber hält man große Stücke auf den ehemaligen Videoanalysten des VfB Stuttgart und des 1. FC Nürnberg, der wie Bobic 2016 zur Eintracht stieß. 

Bobic-Zukunft damit geklärt?

Immer wahrscheinlicher wird aktuell, dass jener Bobic auch über diesen Sommer hinaus bei der Eintracht bleiben wird. Die anstehende Beförderung seiner Vertrauensperson Manga ist ein deutliches Zeichen auf einen Verbleib und eine gemeinsame Zukunft. Die Sportbild berichtet zudem, dass der 49-Jährige beim Angebot von Hertha BSC weiterhin zögert, die Berliner sich deshalb nach Alternativen umsehen und eine Beförderung von Sportdirektor Arne Friedrich in Betracht ziehen. Bobic selbst treibt die Zukunft der Eintracht voran, hat bereits zwei Sommertransfers (Ali Akman und Christopher Lenz) fix gemacht. Dass die Hessen Manga trotz diverser Interessenten (u.a. FC Schalke 04) halten können, wird zudem auch in enger Verbindung zur Bobic-Zukunft stehen. Bobic' Vertrag läuft wie die fast aller in Verantwortung stehenden Funktionäre bis 2023. Ein vorzeitiger Abgang bleibt nicht gänzlich ausgeschlossen, gut möglich ist aber auch, dass er seinen Vertrag erfüllt und dann nach sieben Jahren an Zelichowski&Co übergibt. Auch der Name Gelson Fernandes wird mit Blick auf die Zukunft des Vereins weiterhin heiß gehandelt, der Schweizer Ex-Spieler der Eintracht kann sich ein Engagement in und eine Rückkehr nach Frankfurt sehr gut vorstellen. 

Gutes Zeichen an Hütter

Auch Frankfurts Coach Adi Hütter registriert die positive Entwicklung innerhalb des Klubs, ein Wechsel zu Borussia Mönchengladbach war trotz hartnäckiger Gerüchte nie ein Thema für den Österreicher. Der 51-Jährige ist bis 2023 an die Frankfurter gebunden, besitzt aber eine branchenübliche Ausstiegsklausel. Ein Abgang im Sommer scheint dennoch unwahrscheinlich. Werden die Weichen im Klub weiterhin so zielstrebig gestellt, wird auch Hütter das Potential der Eintracht noch nicht am Ende sehen. Der nächste Schritte wäre für ihn ohnehin ein europäischer Topklub, in der Bundesliga kommen da nur Borussia Dortmund und der FC Bayern München infrage, bei denen die Planstellen im Sommer bereits besetzt sind. Vieles wird aber auch letztlich davon abhängen, wo die Adlerträger am Ende der Saison landen. Reicht es für den großen Coup Champions League-Qualifikation, wäre auch sportlich der nächste Schritt erreicht. Und damit könnten sich dann vermutlich alle Beteiligten gut identifizieren.

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Benjamin Heinrich  
25.02.2021

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