Preisschild und Konkurrenzkampf beim BVB

Bellingham: "Zum Glück fehlt es mir nicht an Selbstvertrauen"

Bellingham kommt beim BVB schnell an. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Bellingham kommt beim BVB schnell an. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Jude Bellingham hat am Mittwoch erstmals in einem Spiel das Trikot von Borussia Dortmund übergestreift. Das lockere 6:0 über den SCR Altach im Rahmen des Trainingslagers von Bad Ragaz war sicher kein besonderer Gradmesser. Dennoch konnte der Neuzugang andeuten, dass mit ihm von Beginn an zu rechnen ist.

Der Engländer hatte bei zwei der drei Tore während seiner 45 Minuten auf dem Feld die Füße im Spiel, wirkte auch sonst sehr aufgeweckt und bereits erstaunlich gut in die Mannschaft integriert. Von Nervosität oder Anpassungsproblemen konnte nicht die Rede sein. Dabei trägt Bellingham das Preisschild von kolportierten 25 Millionen Euro mit sich herum, die der BVB für den erst 17 Jahre alten Mittelfeldspieler ausgab. "Druck macht man sich selbst, durch mangelnde Vorbereitung und Selbstvertrauen. Zum Glück fehlt es mir nicht an Selbstvertrauen", sagt der Juniorennationalspieler bei BVB TV dazu ganz lässig.

"Zehn, Acht oder Sechs"

Er sei stets gut vorbereitet und deshalb guter Dinge, seine selbst gesteckten Ziele erreichen zu können. Für die neue Saison beim BVB lautet das Ziel, sich einen Platz in der Mannschaft zu erobern. Den ersten Eindrücken folgend befindet sich Bellingham auf bestem Wege, Trainer Lucien Favre lobt bereits, dass sein neuestes Juwel im Mittelfeld viel Dynamik mitbringt. Daneben ist es Vielseitigkeit, die der Neuzugang selbst als einen Trumpf sieht. "Letztes Jahr habe ich sogar auf dem Flügel gespielt. Aber meine Spezialität liegt in der Spielfeldmitte, als Zehn, Acht oder Sechs."

"Perfekt, dass ich lernen kann"

Dort herrscht beim BVB freilich großer Konkurrenzkampf, Bellingham muss auf der Suche nach einem Stammplatz mit Spieler wie Julian Brandt, Emre Can, Thomas Delaney oder Axel Witsel zurecht kommen. "Es ist perfekt für mich, dass ich von diesen Jungs lernen kann und so besser werde", sagt der Teenager selbst. "Wir sind im Konkurrenzkampf, aber es ist eine gesunde Konkurrenz." Und in der wolle er schon "zeigen, was ich drauf habe und es so ins Team schaffen". An Selbstvertrauen mangelt es Bellingham eben nicht.

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Lars Pollmann  
14.08.2020