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Bellingham 2023 das Ziel: Macht es Liverpool wie bei Keita?

Bellingham könnte 2023 ein Wettbieten der Top-Klubs auslösen. Foto: Getty Images
Bellingham könnte 2023 ein Wettbieten der Top-Klubs auslösen. Foto: Getty Images

Mit der Verpflichtung von Calvin Ramsey wird der FC Liverpool seine Transferaktivitäten auf Zugangsseite laut übereinstimmenden Meldungen für diesen Sommer beenden. Nach Fabio Carvalho und Darwin Nunez ist das Außenverteidiger-Talent der dritte Neuzugang bei den Reds. Eine Top-Verpflichtung fürs Mittelfeld ist offenbar erst für das kommende Jahr angedacht. Erster Favorit ist dabei Jude Bellingham. 

Es braucht keine große Phantasie, um sich den Jungstar von Borussia Dortmund als weiteres ideales Puzzlestück in der Mannschaft von Jürgen Klopp vorzustellen. Da Bellingham auf keinen Fall schon in diesem Sommer wechseln darf, und die Reds keine Spieler holen wollen, nur um einen Spieler geholt zu haben, wird das Thema sozusagen vertagt. Dem Vernehmen nach hätte der FA-Cup-Sieger anders gehandelt, wenn sich Aurelien Tchouameni nicht für einen sehr teuren Wechsel zu Real Madrid entschieden hätte. Mit den Königlichen streitet sich Liverpool laut Berichten aus im kommenden Jahr um die Dienste von Bellingham.

Wie einst bei Keita?

Beide Vereine dürften dabei versuchen, möglichst früh dran zu sein. Der spanische Radiosender Cadena SER meldete zuletzt bereits, Real wolle schon bald konkrete Gespräche mit dem BVB führen, um den englischen Nationalspieler vorzeitig zu binden. Beim LFC hat diese Strategie einst schon funktioniert, wie das Liverpool Echo erinnert. Die Lokalzeitung spekuliert, Klopp und Co. könnten in der Causa Bellingham einen ähnlichen Weg versuchen, der schon Naby Keita aus der Bundesliga an die Anfield Road geführt hat.

Keine perfekte Analogie

Die Verpflichtung des Mittelfeldmanns von RB Leipzig scheiterte 2017 am Veto der Sachsen, Liverpool ließ aber nicht locker und machte den Transfer zur Saison 2018/19 bereits im August 2017 perfekt. Die Reds sicherten sich den Spieler so, bevor andere Klubs dazwischen funken konnten. Eine perfekte Analogie ist es freilich nicht, denn Keita hatte seinerzeit eine Ausstiegsklausel im Vertrag. Liverpool sicherte Leipzig einige Millionen extra zu, um den Spieler auf jeden Fall zu bekommen. Bei Bellingham ist das nicht möglich, und der BVB hat keinen Grund, den Abschied des Mittelfeldmanns vorzeitig klarzumachen. Selbst wenn der Verbleib von Bellingham als unrealistisch betrachtet werden sollte, kann sich der 18-Jähige zum Beispiel bei der WM in Katar weiter in den Vordergrund spielen. Dortmund ist an einem Wettbieten gelegen, um im Falle des bedauerlichen Abschieds eines Top-Spielers die größtmögliche Ablöse zu kassieren.

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Lars Pollmann  
17.06.2022