Droht ein neuer Fall Alaba?

Beim Gehalt auseinander: Coman-Verhandlungsrunde abgebrochen?

Die Vertragssituation von Coman spitzt sich zu. Foto: Imago
Die Vertragssituation von Coman spitzt sich zu. Foto: Imago

Der FC Bayern ist bislang besser durch die Covid-19-Krise gekommen als viele andere internationale Top-Klubs. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Verantwortlichen des Klubs auch Mal 'Nein' sagen können und sich nicht davor scheuen, etwa David Alaba ablösefrei ziehen zu lassen. Bei Kingsley Coman soll sich dieser Fall aber nicht wiederholen.

Dennoch hat der Klub laut eines Berichts von Sport Bild bei Verhandlungen mit den Beratern des Franzosen erneut 'Nein' gesagt. Weil die Gehaltsvorstellungen der beiden Seiten weit auseinander lagen, wurde dem Magazin zufolge eine Verhandlungsrunde schon vor mehreren Wochen ergebnislos abgebrochen. Dabei soll Kaderplaner Marco Neppe sogar recht laut geworden sein, als er seinen Unmut über die Forderungen der Coman-Seite äußerte.

Gehaltsvorstellungen momentan nicht vereinbar

Der Außenstürmer und seine Berater wollen in die oberste Etage des Gehaltsgefüges beim FC Bayern aufsteigen, ansonsten den 2023 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, heißt es. Der Rekordmeister biete aber 'nur' eine leichte Gehaltserhöhung von bisher zwölf auf 13 Millionen Euro Bruttogehalt. Der Spielerseite sollen hingegen zwölf Millionen Euro Nettogehalt vorschweben. Die Argumentation ist dabei wohl eine ähnliche, wie sie schon bei Alaba zur Trennung geführt hat: Nachdem der FC Bayern für Leroy Sane tief in die Tasche griff, wollen sich auch bereits arrivierte Kräfte besser stellen.

Zahavi schaut sich um

Im Fall Alaba machten die Verantwortlichen klar, dass beim Rekordmeister die absoluten Spitzenspieler wie Manuel Neuer und Robert Lewandowski das Gehaltsgefüge vorgeben. Wenn schon Alaba nicht auf diesem Niveau gesehen wird, ist es bei Coman erst recht nicht der Fall. Und so scheint vorstellbar, dass der jüngst engagierte Star-Agent Pini Zahavi anderswo schauen soll, welche Möglichkeiten sich dem Angreifer auf dem Markt bieten.

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Lars Pollmann  
09.06.2021