Bayern chancenlos

Bei Wechsel 2022: Haaland-Gehaltspaket von 300 Mio. Euro?

Haaland kann 2022 wohl per Klausel wechseln. Foto: Imago
Haaland kann 2022 wohl per Klausel wechseln. Foto: Imago

Die Abhängigkeit von Erling Haaland ist bei Borussia Dortmund immer wieder ein Thema, wenn die Mannschaft negative Ergebnisse wie zuletzt bei der Niederlage in Freiburg einfährt. Der Norweger blieb dabei tor- und weitgehend wirkungslos. Künftig braucht der BVB Antworten dafür, schließlich zeichnet sich der Abschied des Stürmerstars ab.

Eine Ausstiegsklausel nach Saisonende ist von Vereinsseite zwar nie öffentlich bestätigt worden, gilt aber als verbrieft. Selbst die Summe von 90 Millionen Euro, die inklusive Nachzahlungen erreichbar sein soll, würde Haaland für einen aufnehmenden Verein vergleichsweise zum Schnäppchen machen. Allerdings nur, wenn das Gehalt außer Ansatz bleibt. Da schweben Berater Mino Raiola laut eines Berichts von Sport Bild schwindelerregende Summen vor.

Nur der Geldadel kann mitbieten

Beim FC Chelsea soll der Staragent ein jährliches Salär von 50 Millionen Euro für Haaland angemeldet haben, hinzu käme eine jährliche Gage für Raiola selbst von 2,5 Millionen Euro. Als Berater-Honorar für den Wechsel seien demnach 40 Millionen Euro als Verhandlungsbasis eingeplant. Bei einem Vertrag über fünf Jahre rechnet das Magazin so mit einem Gehaltspaket von etwa 300 Millionen Euro. Inklusive der Ablöse landet man also bei einer Gesamtsumme von annähernd 400 Millionen Euro. Damit ist klar: Nur der absolute Geldadel des europäischen Fußballs kommt für Haaland infrage. Der BVB, aber auch der FC Bayern, scheinen chancenlos.

Vor allem Kahn war heiß auf Haaland

Bei den Münchnern soll sich dem Bericht zufolge vor allem Oliver Kahn für die Verpflichtung des Jungstars interessiert haben. Dessen immer wieder zur Schau gestellter Siegeswille habe dem neuen Klubchef sehr imponiert, heißt es. Weil die Bayern aber wirtschaftliche Vernunft walten lassen, sind sie bei Haaland aller Voraussicht nach nicht in der Verlosung. Am wahrscheinlichsten scheint aktuell ein Wechsel zu Manchester United, das neben finanziellen Faktoren auch Haalands Ex-Coach Ole Gunnar Solskjaer in die Waagschale werfen kann.

Zorc: "Kein Automatismus, dass er uns verlässt"

Offiziell hat auch der BVB die Hoffnung nicht aufgegeben, der Stürmer könne seine Ausstiegsklausel linksliegen lassen. "Erling hat noch einen längerfristigen Vertrag bei uns. Ich glaube, dass er sich hier sehr wohlfühlt und weiß, welche Entwicklungsmöglichkeiten wir ihm bieten", erklärt Michael Zorc gegenüber dem Magazin. "Es gibt keinen Automatismus, dass er uns im kommenden Sommer verlässt", betont der scheidende Sportdirektor des BVB. Echte Chancen rechnen sie sich in Dortmund aber dem Vernehmen nach nicht aus. In Schwarzgelb spielt Haaland auch nicht eben für Almosen, soll bis zu 10 Millionen Euro jährlich verdienen. Doch neben deutlich mehr Geld lockt vermutlich auch die größere sportliche Perspektive ins europäische Ausland. Bei ManUnited mit dem kongenialen Partner Jadon Sancho, womöglich aber auch bei Real Madrid, das Haaland mit Kylian Mbappe vereinen könnte.

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Lars Pollmann  
25.08.2021