113-Millionen-Mann

Bei Chelsea unglücklich: Will Lukaku zurück zu Inter?

Lukaku ist bei Chelsea nicht immer erste Wahl. Foto: Getty Images
Lukaku ist bei Chelsea nicht immer erste Wahl. Foto: Getty Images

Der FC Chelsea hat sich am Dienstag in der Champions League eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinals erspielt. Beim 2:0 des Titelverteidigers gegen den OSC Lille saß Romelu Lukaku 90 Minuten auf der Bank. Der 113 Millionen Euro teure Sommer-Einkauf ist dieser Tage dennoch Gesprächsthema Nummer eins.

So richtig angekommen scheint der Belgier nach seiner Rückkehr zu den Blues nicht. Seine Bilanz liest sich allenfalls ordentlich, zehn Pflichtspieltore verteilen sich auf vier Wettbewerbe. In der Premier League sind es bislang nur fünf Treffer, gegen Crystal Palace kam der Sturm-Koloss am Wochenende auf lediglich sieben Ballkontakte und wurde so zum Gespött der Medien. Dass sich Lukaku bei Chelsea noch nicht heimisch fühlt, wurde Ende des vergangenen Jahres deutlich, als er in einem selten offenen Interview seine Probleme bei Chelsea und unter Thomas Tuchel öffentlich machte.

Heimkehr zu Inter angestrebt

Seinerzeit ließ der 28-Jährige mehr als nur durchblicken, dass er ganz gerne zurück zu Inter Mailand wechseln würde, wo Lukaku in der Vorsaison als einer der großen Erfolgsgaranten auf dem Weg zum ersten Scudetto seit mehr als einem Jahrzehnt absoluten Heldenstatus erlangt hatte. Nun berichtet die in der Modemetropole erscheinende Gazzetta dello Sport, dass sich an dieser Haltung bei Lukaku auch fast drei Monate nach dem Interview, das ihm eine zeitweilige Kader-Pause eingebrockt hatte, nichts geändert hat. Der Sportzeitung zufolge will der Nationalspieler unbedingt weg von Chelsea und zurück in die Mailänder Wohlfühloase.

Bereitschaft zu Gehaltsverzicht

Lukaku soll bei Präsident Steven Zhang "an der Tür klopfen", wie das Fachblatt formuliert. Unter anderem sei der Stürmer bereit, auf Teile seines horrenden Gehalts zu verzichten, um einen Wechsel möglich zu machen. Auch wenn den Nerazzurri ein Torjäger vom Format Lukakus abgeht, sei eine Rückkehr aber kaum zu realisieren. Unter anderem wird Chelsea einem gewaltigen Verlust bei der Ablöse nicht zustimmen, zudem habe Inter ohnehin andere Pläne auf dem Transfermarkt. Als kommenden Sturmführer hat der Titelverteidiger in der Serie A dem Vernehmen nach Gianluca Scamacca ausgemacht. Der 23-Jährige legte am Wochenende mit US Sassuolo ein ideales Bewerbungsschreiben ab, als er beim Auswärtssieg des Provinzklubs in Mailand sein zehntes Saisontor in den letzten 17 Spielen erzielte.

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Lars Pollmann  
24.02.2022