Club scheiterte 2016 knapp an Kovacs Eintracht

Behrens erinnert Relegation vs. SGE: "Wie eine Schlacht"

Behrens und Co. warfen alles in die Waagschale. Foto: Imago
Behrens und Co. warfen alles in die Waagschale. Foto: Imago

Hanno Behrens hat den 1.FC Nürnberg nach dem 34. Spieltag der zweiten Bundesliga nach sechs Jahren im Klub verlassen. Der Mittelfeldmann hat mit den Franken tolle Hochs und tiefe Täler erlebt. Besonders eingebrannt hat sich in sein Gedächtnis die Relegation gegen Eintracht Frankfurt in der Saison 2015/16.

Das Hinspiel stieg bei den Hessen, die sich unter Trainer Niko Kovac erst mit einem Schlussspurt überhaupt in die Playoff-Spiele gerettet hatten. "Die Jungs waren im Stadion so nervös wie noch nie. Schon beim Warmmachen wurden wir von den Eintracht-Fans durchbeleidigt. Und als es dann losging, bekamen wir durch die ganzen Pyros kaum noch Luft", schreibt Behrens in einem Beitrag für die Bild-Zeitung. Es sei das atmosphärisch bemerkenswerteste Spiel seiner Laufbahn gewesen, so der 31-Jährige. 

"Hätten wir nur zehn Minuten länger das 0:0 gehalten ..."

"Diese nervenaufreibende Relegation fühlte sich von der ersten bis zur letzten Minute wie eine Schlacht an", erinnert Behrens. Die Ausgangslage nach dem Hinspiel war für den FCN gut, mit einem 1:1 ging es in die entscheidenden 90 Minuten. In denen aber war Frankfurt klar besser, muss der Erfurter anerkennen. "Hätten wir zu Hause nur noch zehn Minuten länger das 0:0 gehalten, wären wir vielleicht aufgestiegen", stellt er sich die Frage nach dem was wäre wenn.

"Das hätten auch wir alles schaffen können"

Haris Seferovic bestellte den einzigen Treffer der Partie, der die Eintracht in der Bundesliga hielt. "Wenn man sieht, wohin danach der Frankfurter Weg führte, denkt man sich schon manchmal, das hätten auch wir alles schaffen können", erklärt Behrens. "Für mich ist klar, mit dieser geilen Mannschaft hätten wir die Bundesliga definitiv gehalten." Den Franken gelang der Aufstieg erst 2017/18, nach einer Saison ging es gleich wieder ins Unterhaus.

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Lars Pollmann  
01.06.2021