Sportchef von Pokalgegner Dynamo

Becker beklagt "destruktive Ehemalige" beim HSV

Becker hielt sich beim HSV nur eine Saison. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Becker hielt sich beim HSV nur eine Saison. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Dynamo Dresden empfängt am Montagabend im DFB-Pokal den Hamburger SV. Ralf Becker trifft dabei mit seinem neuen auf seinen ehemaligen Verein. Als Sportchef hielt er sich bei den Hanseaten nur ein Jahr. Ein Problem beim HSV ist das unruhige Umfeld.

Dazu gehören unter anderem frühere Spieler und Verantwortliche, die von vielen Medien gerne zu allerlei Themen um Stellungnahmen gebeten werden und dieser Bitte in aller Regelmäßigkeit auch nachkommen. "Grundsätzlich habe ich in Dresden das Gefühl, dass es den ehemaligen Spielern immer nur um Dynamo geht und dass sie persönliche Dinge hinten anstellen", sagt Becker gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Beim HSV habe er dieses Gefühl nicht immer gehabt.

"Hat dem Klub leider nicht geholfen"

"Da war manch ein Ehemaliger sehr viel destruktiver – und hat damit dem Klub leider nicht geholfen", sagt Becker. Sicherlich wäre zuviel gesagt, sein Scheitern beim HSV damit zu erklären. Wohl aber trägt das Umfeld der Rothosen dazu bei, dass sich der Verein kurz vor dem dritten Anlauf auf die Rückkehr in die Bundesliga befindet. Mit Dynamo Dresden will Becker derweil spätestens 2022 wieder in der 2. Bundesliga dabei sein. Er tritt ein durchaus schweres Erbe an. 

"Will mich nicht mit Ralf Minge vergleichen"

"Mir war von Anfang an klar, dass ich mich nicht mit Ralf Minge vergleichen will. Er ist eine Vereinslegende, die er immer bleiben wird", sagt Becker über seinen Vorgänger als Sportchef. Minge gehört zu den besten Spielern der Dresdner Klubgeschichte, leitete die Geschicke des Absteigers als Verantwortlicher immerhin sechs Jahre lang. Becker sei deshalb ein respektvoller Übergang auf dem Posten wichtig gewesen. "Ralf Minge ist immer ansprechbar und hilft gerne", betont der 49-Jährige.

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Lars Pollmann  
09.09.2020