TV-Experte hat kein Verständnis

Bayern-Schützenfest gegen Schalke: Hamann kritisiert DFL

David Wagner war um die Aufgabe am ersten Spieltag nicht zu beneiden. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
David Wagner war um die Aufgabe am ersten Spieltag nicht zu beneiden. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern hat die Bundesliga-Saison mit einem beeindruckenden 8:0 gegen den FC Schalke 04 eingeläutet. Schon nach wenigen Minuten deutete sich das Unheil für die Königsblauen an, die letztlich als Kanonenfutter herhalten mussten. Dietmar Hamann kritisiert die DFL für die Ansetzung der ungleichen Partie zum Auftakt.

"Ich weiß nicht, wie die DFL auf die Idee kommen konnte, die Schalker am ersten Spieltag nach München zu schicken", so der Ex-Nationalspieler beim TV-Sender Sky. Die Knappen seien immerhin "die mit Abstand die schlechteste Mannschaft im Kalenderjahr 2020". Die Elf von David Wagner hatte in der Rückrunde der Vorsaison nur das Auftaktspiel gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen, anschließend blieb sie 16 Mal in Folge sieglos. 

Keine Werbung für die Liga

"Wir haben eine Diskussion um die Vergabe der TV-Gelder, die Auslandsvermarktung ist ein großes Thema. Das hilft der Sache nicht", ist Hamann sicher. Dass 200 Länder dabei zusehen konnten, wie der FC Bayern mit dem FC Schalke 04 einen prominenten Traditionsklub herspielt, sei keine gute Werbung für die Bundesliga gewesen. "Da fehlt mir etwas das Verständnis", kommentiert der frühere Münchner Profi die Ansetzung. 

"Desolat und peinlich"

Freilich kann die Kritik nicht nur an die Spielplan-Macher gehen. Etwas mehr Gegenwehr hätte Hamann sich auch von den Königsblauen erhofft. "Das war desolat und peinlich. Jedes weitere Wort, das man über Schalke verliert, haben sie nicht verdient", wird der einstige Mittelfeldmann deutlich. Auf Schalke hängt der Haussegen einmal mehr beängstigend schief. Der Stuhl von Wagner wackelt bereits bedenklich, am Samstagabend muss gegen Werder Bremen eine Reaktion her.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
20.09.2020