Mangelnde Spannung in der Liga

Streich: "Es ist schon schade, aber Bayern sind halt die besten"

Streich ist als Bayern-Fan aufgewachsen. Foto: SVEN HOPPE/POOL/AFP via Getty Images
Streich ist als Bayern-Fan aufgewachsen. Foto: SVEN HOPPE/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Bayern hat trotz eines Fehlstarts in die Saison erneut souverän die Meisterschaft gewonnen. Zum achten Mal in Serie thront der Rekordmeister über dem Rest der Liga. Diskussionen über mangelnde Spannung finden immer mehr Anklang. Auch Christian Streich würde sie sich wünschen.

"Es ist schon schade. Aber sie sind halt die besten. Hoffen wir, dass es in der nächsten Saison mehr Reibung an der Spitze gibt", so der Trainer des SC Freiburg gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Seine Hoffnung liegt dabei auf Borussia Dortmund, das wohl am ehesten in der Lage sein sollte, den Münchnern über 34 Spiele einen Wettbewerb zu liefern. Letztlich sind die Voraussetzungen aber eindeutig mit dem Rekord-Champion. "Die Bayern machen ja nichts Verbotenes. Sie haben Geld, und wenn sie wieder Meister wurden, haben sie noch mehr Geld, um Spieler zu kaufen", so Streich.

"Die anderen sollen eine eigene Liga gründen"

Um die Hegemonie zu durchbrechen, regt er scherzhaft an, man könne das Bundeskartellamt in die Säbener Straße schicken, "damit die dort mal aufräumen". Ernsthafter ist die Idee des Freiburg-Trainers, durch eine Umverteilung von Fernsehgeldern etwas mehr Chancengleichheit zu erwirken. Dabei allerdings spielen die Top-Klubs wohl kaum mit, die von aktuellen Regelungen profitieren. Ihr Hauptargument ist die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga im internationalen Vergleich. Streich pfeift darauf: "Wenn es nicht wettbewerbsfähig ist, dann kicken wir in der Bundesliga, die anderen sollen dann eine eigene Liga gründen."

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Lars Pollmann  
24.07.2020