Chairman erinnert

Bayern-Juwel Davies wäre beinahe bei Crystal Palace gelandet

Davies hätte in England landen können. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Davies hätte in England landen können. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der Aufstieg von Alphonso Davies seit seinem Wechsel zum FC Bayern ist atemberaubend. Der Kanadier gehört heute fraglos schon zu den besten Außenverteidigern der Welt. Seine Karriere hätte freilich auch andere Wendungen nehmen können. Einst wäre er etwa beinahe bei Crystal Palace gelandet.

Dies erzählt Steve Parish im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Als er mit 15, 16 in einer Fußballschule in Edmonton war, wo meine Schwester lebt, hat sie ihn mir empfohlen. Wir sind extra nach Kanada geflogen, um uns den Spieler anzuschauen", so der Miteigentümer des Londoner Premier-League-Klubs. Davies wusste die Späher zu überzeugen, der Deal kam aber nicht zustande. Schuld waren die stringenten Regelungen für die Verpflichtung von Ausländern, die auf der Insel herrschen.

"Wir waren sehr früh dran"

"Ich habe noch alle Mails. Ich bin sicher, dass er interessiert gewesen wäre, zu uns zu kommen, und wir waren sehr früh dran", erinnert Parish mit einer gewissen Wehmut. Natürlich weiß niemand, wie sich der Spieler bei Crystal Palace entwickelt hätte. Womöglich aber ging dem Klub ein Mega-Geschäft durch die Lappen. Entsprechend habe er beim Finalturnier der Champions League gemischte Gefühle gehabt, so Parish.

""Bayern gewinnen zu sehen, ist gut"

Letztlich habe er sich aber doch für Davies und den FC Bayern gefreut, sagt der Unternehmer. "Bayern gewinnen zu sehen, ist gut, weil das zwar ein reicher, aber ein sich selbst tragender Verein ist. Ich sehe eine Mannschaft, die größer ist als die Summe ihrer Einzelteile." Dies braucht es auch für den Erfolg seines eigenen Klubs. Wenngleich der für Crystal Palace vor allem darin besteht, eine Saison ohne große Abstiegssorgen zu verbringen.

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Lars Pollmann  
12.09.2020