Trotz unklarer Perspektive

Bayern hält an Rekord-Transfer Hernandez fest

Hernandez hat ein eher verkorkstes Jahr bei Bayern hinter sich. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Hernandez hat ein eher verkorkstes Jahr bei Bayern hinter sich. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der FC Bayern hat gute Aussichten auf den Gewinn des Triples. Für Lucas Hernandez hätte es also eine Traum-Saison zum Einstand in München sein können. Doch der Rekord-Transfer ist längst nur Mitläufer. Gerüchte über einen schnellen Abschied scheinen aber eher haltlos.

Schließlich hat der Rekordmeister nicht umsonst über 80 Millionen Euro Ablöse in den Franzosen investiert. Die Einschätzung, dass es sich um einen Spieler von Weltklasse handelt, dürfte auch ein schwaches erstes Jahr nicht umstürzen. Zumal der Weltmeister vor allem von Verletzungen geplagt war. Hernandez könnte durchaus durchstarten, wenn er länger davon verschont bleibt. Nicht zuletzt sprechen aber auch simple wirtschaftliche Überlegungen gegen einen Verkauf.

Hoher Buchwert macht Deal wirtschaftlich unlogisch

Die hohe Ablöse wird über die Vertragslaufzeit bis 2024 abgeschrieben. Nach einem Jahr bleibt ein entsprechend exorbitanter sogenannter Buchwert. Ein Verkauf müsste die Summe übersteigen, um aus wirtschaftlicher Hinsicht Sinn zu machen. Durch die verkorkste Saison und die Corona-Pandemie hat Hernandez aber deutlich an Marktwert eingebüßt. Dass der FC Bayern für den 24-Jährigen aktuell ein adäquates Angebot erhält, ist nicht vorstellbar. Diese Denkweise herrscht laut der Abendzeitung auch bei den Bossen vor. Trotz der sportlich unklaren Perspektive soll Hernandez demnach keinesfalls auf dem Markt sein.

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Lars Pollmann  
11.08.2020