Bundesliga

Bayern-Fluch? Hütter: "Dann würde ich lieber unentschieden spielen"

Frankfurts Trainer Adi Hütter bei einem der schwierigen Auswärtsspiele in München. Foto: Imago

Nach Siegen gegen den FC Bayern München folgt häufig eine Niederlage oder gleich eine ganze Negativserie. Das Phänomen kennt man sowohl bei Eintracht Frankfurt aus der letzten Saison als auch zuletzt bei der TSG Hoffenheim. Vor dem Topspiel in München äußerte sich Eintracht-Trainer Adi Hütter dazu.

Von fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Gibt es den viel spekulierten Bayern-Fluch? Lassen Mannschaften in der Bundesliga nach einem Sieg gegen den deutschen Rekordmeister nach? Geht es nach Frankfurts Coach Adi Hütter gibt es auf ein solches Szenario nur einen Lösungsansatz: "Dann ist es am besten, wenn wir unentschieden Spielen", schmunzelte er vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt beim FC Bayern München. Auch  der Österreicher erkennt die Zusammenhänge: "Vielleicht ist das wirklich ein Phänomen. Das hat aber mit dem kompletten Umfeld zu tun." Nach dem 5:1-Heimerfolg in der Bundesliga gegen den FC Bayern in der vergangenen Saison habe man "schon auf die Euphoriebremse treten" müssen.

"Nicht die Spiele, in denen sich die Meisterschaft entscheidet"

Die Gefahr ist groß, dass Mannschaften nach einem solchen spektakulären und überraschenden Sieg mental "abheben": "Wenn man glaubt, weil man Bayern München geschlagen hat, kann man jeden schlagen." Eine logische Schlussfolgerung, "aber es kommen eben sehr viele Umstände zusammen, wenn man sie mal schlägt." Entsprechend versuchte der 50-Jährige im Vorfeld Druck von seinem Team zu nehmen und die Erwartungshaltung vor dem Auswärtsspiel in München nicht zu groß werden uz lassen: "Das sind Bonusspiele, Bonuspunkte, die man holen kann. Da braucht man einen Sterntag, um zu punkten. Aber das sind nicht die Spiele, in denen sich die Meisterschaft entscheidet." Deshalb kommt Hütter auch zu dem Schluss: "Wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich lieber unentschieden spielen, wenn es danach dann positiv weiter geht." 

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Benjamin Heinrich  
24.10.2020