1. FC Köln

Baumgarts Schlüssel: Der Glaube an die eigene Stärke

Steffen Baumgart hat schon jetzt einen Wandel beim 1. FC Köln vollzogen. Foto: Imago.
Steffen Baumgart hat schon jetzt einen Wandel beim 1. FC Köln vollzogen. Foto: Imago.

Steffen Baumgart hat beim 1. FC Köln kaum Anlaufzeit gebraucht, um zu überzeugen. Der neue Cheftrainer erhält nach sechs Punkten aus drei Spielen von allen Seiten Lob. Ein Schlüssel zum Erfolg ist der Glaube an die eigene Stärke.

Als Cheftrainer bevorzugt Steffen Baumgart ein Spektakel auf dem Platz. Die Zuschauer sollen schließlich einen unterhaltsamen Fußballnachmittag erleben, wenn sie schon Geld für den Eintritt zahlen. Beim 1. FC Köln gab es an den ersten drei Spieltagen reichlich Spektakel. Das Torverhältnis der Domstädter steht bei 7:5, im Schnitt fielen demnach vier Tore pro Spiel. So viele waren es etwa beim 3:1-Erfolg über Hertha BSC. Ein Treffer mehr kam bei der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern zustande, während die jüngste Partie gegen den VfL Bochum "nur" 2:1 für den FC ausging.

Baumgart: "Die größte Motivation ist die Eigenmotivation"

Die Kölner spielen unter Baumgart druckvoll, mit den Augen immer Richtung Tor blickend. Tempo und Tiefgang sind angesagt, lange Bälle wie zu Zeiten von Markus Gisdol gehören der Vergangenheit an. Der neue Trainer versprüht neuen Optimismus am Geißbockheim, weil er den Glauben an die eigene Stärke geweckt hat: "Warum sollte Anthony Modeste nicht besser spielen können als in den vergangenen zwei Jahren? Warum soll Sebastian Andersson nicht zehn Tore schießen?", fragt der 49-Jährige gemäß dem kicker. Dafür könne er keine Garantien liefern, "aber wir versuchen es", verspricht Baumgart und betont: "Die größte Motivation ist die Eigenmotivation."

"Hier musst du keinem beibringen, wie Fußball geht"

Auch die abgelaufene Transferperiode stimmt Baumgart positiv. So hat der 1. FC Köln Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs verloren, andererseits wurde Ellyes Skhiri gehalten, zudem stehen die Verpflichtungen von Dejan Ljubicic, Mark Uth, Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Luca Kilian zu Buche. "Dieser Kader ist stark genug, die Klasse zu halten", ist Baumgart überzeugt. "Hier musst du keinem beibringen, wie Fußball geht. Die sind alle richtig gut ausgebildet." 

Florian Bajus  
06.09.2021