Vor Bayern-Spiel

Baumgart wütend über Mini-Fan-Kulisse: "Mist und Blödsinn!"

Steffen Baumgart kann die geringe Auslastung in NRW nicht nachvollziehen. Foto: Getty Images.
Steffen Baumgart kann die geringe Auslastung in NRW nicht nachvollziehen. Foto: Getty Images.

In Nordrhein-Westfalen dürfen bis zu 750 Personen ein Bundesligaspiel besuchen. Steffen Baumgart, Cheftrainer des 1. FC Köln, fehlt im Vergleich zu anderen Veranstaltungen die Verhältnismäßigkeit.

Vor wenigen Monaten kehrte beim 1. FC Köln ein Stück weit Normalität zurück. In den Heimspielen gegen Greuther Fürth, Bayer Leverkusen und Union Berlin waren jeweils über 40.000 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion anwesend, beim 4:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach war die Spielstätte sogar ausverkauft. Wenn der FC Bayern am Samstag (15.30 Uhr) in Müngersdorf gastiert, dürfen allerdings nur 750 Fans auf den Rängen Platz nehmen.

Baumgart: "Da stellt sich die Sinnfrage"

Auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Rekordmeister ließ Steffen Baumgart seinen Ärger über die geringe Kapazität freien Lauf: "Ich finde es Mist. Es gibt Hallen, die sind mit 750 Zuschauern besetzt. Wir haben ein großes Stadion und haben nur 750 drin. Da stellt sich die Sinnfrage", wird der FC-Coach vom Express zitiert. 

"Ich halte es für sinnlos"

Die Erklärungen aus der Politik "hören sich klug an, sind aber alle Mist und Blödsinn", empfindet Baumgart, den die regelmäßige Kritik am Profi-Fußball seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie stört: "Die schwierige Situation, die wir in diesem Land haben, hat nichts mit dem Fußball zu tun und schon gar nicht mit den Zuschauern. Ich bin sicher, dass wir im Rhein-Energie-Stadion 2G+ sogar hatten, und dass bei keinem Spiel etwas passiert ist. Ich halte es für sinnlos, dass nur 750 Fans in dieses wunderschöne Stadion dürfen." Ob die Stadien bald wieder voller werden, wird frühestens bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 24. Januar entschieden.

Florian Bajus  
14.01.2022