1.FC Köln

Baumgart: "Geht darum, dass sich die Jungs den Arsch aufreißen"

Baumgart erwartet vor allem vollen Einsatz. Foto: Imago
Baumgart erwartet vor allem vollen Einsatz. Foto: Imago

Im Duell der bis dato womöglich positivsten Überraschungen der noch jungen Bundesliga-Saison treffen am Samstag der SC Freiburg und 1.FC Köln aufeinander. Bei den Geißböcken herrscht seit der Ankunft von Steffen Baumgart eine große Euphorie. Der Chefcoach ist mit den ersten Wochen im Amt zufrieden.

"Vor allem geht es mir darum, dass sich die Jungs den Arsch aufreißen und kämpfen. Das tun sie. Und ich will, dass sie und die Fans Spaß haben", erklärt der Ex-Profi gegenüber der Bild-Zeitung. Daraus resultiert für den 49-Jährigen auch der offensive, aggressive Spiel-Ansatz, den der 1.FC Köln in dieser Saison an den Tag legt. "Warum hatte man denn früher auf dem Bolzplatz Spaß? Doch wegen der Tore! Die Spiele sind 9:8 oder 11:10 ausgegangen. Und alle sind glücklich nach Hause gegangen", erinnert Baumgart.

"Wenn ich 60 Tore kassiere, aber 50 schieße ..."

Beim 1.FC Köln sei zuletzt eher ein defensiver Ansatz die Marschroute gewesen, ohne der Mannschaft dabei besondere Stabilität zu verleihen. "Da sage ich mir: Wenn ich 60 Tore kassiere, aber gleichzeitig 50 schieße, dann haben wir alle mehr Spaß", so Baumgart. Aktuell ist die Bilanz positiv, sieben eigenen stehen fünf kassierte Treffer gegenüber. Nur der FC Bayern, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim haben es an den ersten drei Spieltagen öfter beim Gegner klingeln lassen.

Stets mit Bodenhaftung

Die einhergehende Euphorie findet Baumgart nach eigener Aussage positiv. "Das ist doch besser, als wenn alle rumnölen", sagte er unter der Woche gegenüber dem TV-Sender Sport1. Dennoch ist der gebürtige Rostocker kein Typ, der darüber die Bodenhaftung verlieren würde. Dabei hilft auch ein Blick in die jüngere Vergangenheit in Köln: "Hier gab es schon Trainer, die in die Bundesliga aufgestiegen sind und trotzdem entlassen wurden." Gemeint ist wohl Markus Anfang, der 2018 nach dem 31. Spieltag beurlaubt wurde, obwohl die Geißböcke an der Tabellenspitze lagen und den Aufstieg im Visier hatten.

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Lars Pollmann  
11.09.2021