Köln-Coach verärgert

Baumgart mit UEFA-Schelte: "Holt das Zäpfchen aus dem Hintern"

Der 1. FC Köln scheidet aus dem Europapokal aus. Foto: Lars Baron/Getty Images
Der 1. FC Köln scheidet aus dem Europapokal aus. Foto: Lars Baron/Getty Images

Der 1. FC Köln verabschiedet sich vorzeitig aus der Europa Conference League. Steffen Baumgart zieht nach seiner Europapokal-Reise als Cheftrainer ein Fazit.

Am Donnerstagabend kam der 1. FC Köln gegen den OGC Nizza nicht über ein 2:2 hinaus. Folglich müssen sich die Kölner aus der Europa Conference League verabschieden. Nach sechs Gruppenspielen ist für den Bundesligisten Schluss. "Ich habe viele schöne Momente erlebt und vieles, was ich nicht gut finde", wird Steffen Baumgart vom Express zitiert. Der Übungsleiter der Kölner weiter: "Das war schon ein Auf und Ab der Gefühle. Nicht nur die Ergebnisse, sondern auch, was drumherum gelaufen ist."

"Das nervt mich einfach"

Baumgart meint: "Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Organisator, die UEFA, der Mittelpunkt ist. Ich dachte eigentlich, die Mannschaften wären der Mittelpunkt." Der 50-Jährige holt aus: "Zum Beispiel die ganzen Protokolle, die einzuhalten sind. Ich komme mir vor, als müsste ich genau auf einem weißen Strich langlaufen, und wenn nicht, kriege ich Ärger." Dem FC-Chefcoach waren es zu viel strikte Regeln. "Es gibt ganz viele Sachen, wo ich mir denke: Leute, holt mal das Zäpfchen aus dem Hintern, macht euch locker, es geht um Fußball. Ich möchte da keinem zu nahetreten, aber das nervt mich einfach", so Baumgart, der für die Zukunft fordert: "Der Dienstleister soll den Wettbewerb am Laufen halten, nicht der Mittelpunkt des Ganzen sein. Manchmal hat es sich angefühlt, als wären wir das Nebenprodukt. Das gefällt mir nicht."

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Adrian Kuehnel  
04.11.2022