2:2 gegen Bochum

Baumgart: "Man hat gemerkt, dass den Jungs die letzte Zeit in den Knochen hängt"

Der 1. FC Köln hat sich einen Punkt in Bochum erarbeitet. Foto: Getty Images.
Der 1. FC Köln hat sich einen Punkt in Bochum erarbeitet. Foto: Getty Images.

Wenige Tage nach anstrengenden 120 Minuten im DFB-Pokal hat sich der 1. FC Köln ein 2:2-Remis gegen den VfL Bochum erarbeitet. Steffen Baumgart war mit dem Aufwand seiner Spieler einverstanden, stellte aber fest, dass einige Akteure an ihre körperlichen Grenzen gestoßen sind.

In einem intensiven Auswärtsspiel beim VfL Bochum spulte der 1. FC Köln insgesamt rund 120,6 Kilometer ab. Das ist ein größerer Wert als in den vorherigen Rückrundenspielen gegen Hertha BSC (117,35) und dem FC Bayern (115,51), obwohl die Mannschaft von Steffen Baumgart erst am Dienstag im DFB-Pokal-Spiel gegen den Hamburger SV bis ins Elfmeterschießen gehen musste. 

Baumgart: "Die Jungs waren müde und kaputt"

Für Baumgart ist das hohe Laufpensum ein Zeichen, dass die Mannschaft auf mentaler Ebene zu 100 Prozent fit ist. Am Samstagabend habe er jedoch gespürt, dass einigen Akteuren in der zweiten Halbzeit die Luft ausging, wie der FC-Coach bei Sky erläuterte: "Man hat schon gemerkt, dass den Jungs die letzte Zeit in den Knochen hängt. Die Jungs waren müde und kaputt, das hat man bei einigen gesehen. Wir hatten dann nicht mehr die Frische, um zu sagen, das Ding musst du jetzt ziehen."

"Dann sage ich, es ist alles okay"

Dennoch hätte seine Mannschaft, die einen Rückstand noch vor der Halbzeitpause in eine Führung umwandelte und erst in der 70. Minute den Ausgleich kassierte, "das Spiel auch gewinnen können, gerade wenn du 2:1 führst und die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit siehst", sagte Baumann. Dennoch gehe "der Punkt in Ordnung, weil beide Mannschaften auf ähnlichem Niveau gespielt haben und ähnliche Fehler gemacht haben", resümierte der 50-Jährige, der seine Spieler erneut gelobt hat: "Wie die Jungs gearbeitet haben, wie sie am Ende das 2:2 verteidigt haben - dann sage ich, es ist alles okay. Es werden genug Leute Sachen finden, die nicht gut waren und in Köln geht es auch ganz schnell, dass man mit so einem Punkt unzufrieden ist. Wir sollten sehr bescheiden und demütig sein und mit dem Punkt gerne leben und ihn dementsprechend auch nehmen."

Florian Bajus  
23.01.2022