Sportchef in der Kritik

Baumgart hofft auf Heldt-Verbleib: "Sollten es in dieser Konstellation umsetzen"

Steffen Baumgart will beim 1. FC Köln mit Horst Heldt zusammenarbeiten. Foto: Imago.
Steffen Baumgart will beim 1. FC Köln mit Horst Heldt zusammenarbeiten. Foto: Imago.

Seit Samstagabend hat Steffen Baumgart Planungssicherheit. Der zukünftige Cheftrainer des 1. FC Köln wird die kommende Saison in der Bundesliga verbringen. Von welchem Sportchef er gestützt wird, dürfte allerdings zur Debatte stehen. Der 49-Jährige hofft auf einen Verbleib von Horst Heldt. 

Dass der 1. FC Köln eine schwierige Saison 2020/21 hinter sich hat, die erst nach den Relegationsspielen gegen Holstein Kiel (0:1, 5:1) ein positives Ende genommen hat, liegt auch, aber nicht nur an Horst Heldt. Der Geschäftsführer Sport, der seit November 2019 im Amt ist, erlebte einen unglücklichen Transfersommer 2020. Nach langen Verhandlungen mit dem SC Paderborn fiel Stürmer Streli Mamba durch den Medizincheck, Jhon Cordoba wurde erst spät an Hertha BSC verkauft und Neuzugänge wie Tolu Arokodare, Dimitris Limnios, Emmanuel Dennis und Max Meyer konnten nicht überzeugen, während Cordoba-Ersatz Sebastian Andersson weite Teile der Saison verletzungsbedingt verpasst hat.

Baumgart: Heldt-Verbleib "wäre wichtig"

Zwar spricht der im April vollzogene Trainerwechsel von Markus Gisdol zu Friedhelm Funkel für Heldt, insgesamt dürfte er in der Analyse aber einige kritische Fragen beantworten müssen. Dennoch hofft der neue Cheftrainer Steffen Baumgart, dass Heldt im Amt bleibt: "Das wäre wichtig, gerade, wenn man mit demjenigen Gespräche geführt hat, der sich für mich als Trainer entschieden hat", sagte Funkels Nachfolger gegenüber der Bild-Zeitung.

"Hoffe, dass es so bleibt"

"Ich habe immer betont, dass es sehr, sehr gute Gespräche mit Horst waren. Es ist doch klar, dass man dann auch zusammen arbeiten will", so Baumgart weiter. Der 49-Jährige betonte: "Deswegen hoffe ich, dass es so bleibt. Ich glaube, dass Horst mich aus einem gewissen Grund als Trainer wollte und dann sollten wir es auch in dieser Konstellation so umsetzen."

Funkel: "Nicht fair, alles an Heldt abzuwälzen"

Darüber hinaus erhält Heldt auch von Funkel Rückendeckung: "Ich finde es nicht fair, alles auf Horst Heldt abzuwälzen. Kontinuität und Vertrauen in die Arbeit von Trainer und Sportboss müssen da sein", so der 67-Jährige, der ergänzte: "Es gehört zu diesem Job, dass nicht immer alle Entscheidungen zu 100 Prozent aufgehen. Das wird auch bei jedem anderen so sein."

Florian Bajus  
30.05.2021