Angespannte Lage

Baumanns zweiter Schritt: "Auf die wirtschaftliche Lage achten"

Frank Baumann äußerst sich zur aktuellen Situation bei Werder Bremen.
Frank Baumann äußerst sich zur aktuellen Situation bei Werder Bremen. Foto: Imago Images

Frank Baumann bestätigte am Freitag, dass es sich bei dem Corona-positiven Spieler um Felix Agu handelt. Das wirtschaftlich angeschlagene Werder Bremen wolle erst mal gesundheitlich durch die Pandemie kommen – erst danach komme die finanzielle Situation, sagt Baumann.

Werder Bremen hat die Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag (18 Uhr) wieder aufgenommen. Neben Patrick Erras, Ludwig Augustinsson und Davie Selke werden außerdem Felix Agu und Tahith Chong im Bremer Kader fehlen. Agu wurde positiv auf das Coronavirus getestet und Chong befinde sich in häuslicher Quarantäne, wie Frank Baumann am Freitag erklärt.

Kein Risiko auf Kosten der Spieler

Die durchgeführten Tests waren alle negativ, was im Bremer Umfeld eine positive Signalwirkung hatte, weil sich doch eine gewisse Sorge breitgemacht hatte, wie Baumann umschreibt. Es herrsche der Grundsatz, so der Bremer Manager, dass kein Risiko auf Kosten der Spieler eingegangen werde. Außerdem nahm Baumann zur aktuellen Lage beim SV Werder Stellung. Inmitten der Pandemie ist neben dem Gesundheitlichen auch das Finanzielle ausschlaggebend.

30-Millionen-Loch im Etat

"Zuallererst müssen wir gesundheitlich durch die Pandemie kommen", macht Baumann klar, dass die Gesundheit aller höchste Priorität besitzt. "Der zweite Schritt ist auf die wirtschaftliche Lage zu schauen. Uns muss bewusst sein, dass die Pandemie unser Leben und den Sport weiter beeinflussen wird", drückt Baumann nach. Die Corona-Pandemie hat in den Bremer Finanzhaushalt ein 30 Millionen Euro großes Loch gerissen, das sich aus fehlenden TV-Einnahmen, Sponsoring-Erträgen sowie den ausbleibenden Zuschauer-Einnahmen zusammensetzt.

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Andre Oechsner  
23.10.2020