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Warten auf den Anstoß zum Umbruch

Baumann: "Wir müssen erst mal einen größeren Verkauf machen"

Momentan sind Baumann die Hände gebunden. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Momentan sind Baumann die Hände gebunden. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Werder Bremen hat mit Ach und Krach den Abstieg in Liga zwei vermieden. Ein 'Weiter so' schloss Trainer Florian Kohfeldt noch am Abend des Relegations-Rückspiels gegen den 1.FC Heidenheim aus. Auch im Kader soll sich einiges tun. Der Anstoß dazu fehlt Frank Baumann und Co. aber noch.

"Es wird in diesem Jahr mehr Wandel und Wechsel sein als im letzten Jahr. Es kann sein, dass wir eher am oberen Ende sein werden, was die Anzahl an Kaderveränderungen betrifft", zitiert die Bild-Zeitung den Sportchef. Nach der katastrophalen Vorsaison sei ein merklicher Umbruch "vielleicht gar nicht so schlecht", so der Ex-Profi. Grundsätzlich gilt Bremen nicht als Standort, an dem personelle Umwälzungen gutgeheißen werden. Aber die Analyse der Spielzeit hat eindeutige Mängel ergeben. Beispielsweise ein akutes Tempo-Defizit, dem eigentlich nur Milot Rashica entgegenwirkt. Problem: Der Kosovare gilt als heißestes Eisen auf dem Transfermarkt.

"Bereiten so viel wie möglich vor"

"Wir müssen erst mal einen größeren Verkauf machen, um selbst wieder tätig werden zu können", so Baumann vielsagend. Zuletzt häuften sich die Berichte, wer Werder alles erhalten bleiben wird. Jiri Pavlenka und Davy Klaassen galten als Kandidaten für eine satte Ablöse, sie bleiben nun wohl doch. Es bleibt fast nur noch Rashica, für den RB Leipzig bisher aber kein adäquates Angebot vorgelegt hat. Werder kokettiert mit anderen Interessenten, ob es die wirklich gibt, ist zumindest fraglich. "Wir bereiten so viel wie möglich vor, um dann schnell handeln zu können, sobald wir die Möglichkeit haben", sagt Baumann. Auf dem Transfermarkt gibt es wenige Bilder, die so überstrapaziert werden, wie das des Domino-Effekts. Werder Bremen hofft nun genau darauf: Dass der erste Stein fällt.

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Lars Pollmann  
26.07.2020