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Corona-Folgen

Baumann will Krisen-Klausel, um "das finanzielle Risiko abzufedern"

Baumann will die Profis in die Pflicht nehmen können. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Baumann will die Profis in die Pflicht nehmen können. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Werder Bremen hat bisher mit Felix Agu nur einen externen neuen Spieler verpflichtet. Der ablösefreie Transfer des Außenverteidiger stand schon Monate vor der Coronakrise fest. Deren Folgen will der Klub in seinen Verträgen abbilden, wie Frank Baumann bestätigt.

Es geht um eine sogenannte Krisen-Klausel, die dem Klub ermöglichen soll, Gehälter in bestimmten Fällen zu kürzen. In der Corona-Pandemie brauchte es dazu noch das ausdrückliche Einverständnis der Spieler. "Es gibt Bestrebungen, eine solche Klausel einzubauen, um das finanzielle Risiko nach einem unvorhergesehenen Ereignis abzufedern", bestätigt der Sportchef gegenüber dem Weser-Kurier. Baumann glaubt dabei nicht an einen Einzug einer solchen Regelung in den Mustervertrag der DFL.

"Bei dem einen zehn Prozent, bei dem anderen 20"

Eher werden die Klubs mit Spielern und Beratern individuelle Regelungen treffen. "Wir müssen schauen, ob es eine einheitliche Regel gibt oder Unterschiede. Bei dem einen reduziert es sich um zehn Prozent, bei dem anderen um 20. Das müssen wir sehen", sagt Baumann. Für Werder Bremen jedenfalls gehe er davon aus, dass entsprechende Klauseln standardmäßig in Verträgen auftauchen werden. Freilich nur bei neuen Abschlüssen. Auf schon gebundene Spieler käme dies erst bei einer Verlängerung zu. Juristische Probleme erwartet Baumann nicht. "Ich denke, dass wir es mit in die Verträge nehmen können."

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Lars Pollmann  
29.07.2020