Verteidiger erlebte intensive eineinhalb Jahre

Bartra erklärt BVB-Abschied: "Plötzlich degradiert"

Bartra gewann 2017 mit dem BVB den DFB-Pokal. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Bartra gewann 2017 mit dem BVB den DFB-Pokal. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Kaum ein Neuzugang hat sich bei Borussia Dortmund in der jüngeren Vergangenheit so schnell in die Herzen der Fans gespielt wie Marc Bartra. Der Verteidiger spielte nur eineinhalb Jahre für den BVB, dennoch bleibt die Verbindung intensiv. Seinen Abschied begründet der Spanier nicht zuletzt mit dem Trainerwechsel von Thomas Tuchel zu Peter Bosz.

"Unter diesem Trainer bin ich von einem wichtigem Bestandteil der Mannschaft, der ich über ein Jahr und mehrere Monate war, zu einem Spieler geworden, der nicht mehr gezählt hat", sagt der inzwischen 29-Jährige gegenüber den Ruhr Nachrichten. Tatsächlich absolvierte Bartra unter dem Niederländer 19 Pflichtspiele, musste aber während der schweren Herbst-Krise des Jahres 2017, die Bosz letztlich den Job nach nur wenigen Monaten kostete, zeitweise als Rechtsverteidiger aushelfen. Unter Interimstrainer Peter Stöger dann spielte Bartra nur noch einmal, ehe er sich zu Real Betis nach Sevilla transferieren ließ.

"Plötzlich degradiert"

"Ich denke, ich konnte Dortmund viel geben, aber plötzlich wurde ich vom Stammspieler, der gute Leistungen gezeigt hat, zu einem Reservisten degradiert", sagt der 14-fache spanische Nationalspieler. "Außerdem passierte es fast vom einen auf den anderen Tag." Der Wechsel zurück in die Heimat sei deshalb nahezu unumgänglich gewesen. Bartra schielte dabei auch auf den WM-Kader, für den es am Ende nicht reichte. An der innigen Beziehung zum BVB und seinen Anhängern ändert die wenig zufriedenstellende Situation vor seinem Abschied nichts.

"Gefühl, dass ich ein Borusse bin"

"Ich verfolge den BVB zu jeder Zeit, überall, und bleibe auf dem Laufenden über die Geschehnisse in Dortmund", sagt Bartra. Seine Familie habe sich dort stets wohl gefühlt, von den Fans kommt nach wie vor nur positives Feedback. "Es gibt mir diese Wertschätzung und das Gefühl, dass ich ein Borusse bin", so Bartra. Zu seiner Geschichte beim BVB gehört, dass er beim Sprengstoff-Attentat auf die Mannschaft im April 2017 am Arm verletzt wurde. Das Thema betrachtet der Verteidiger jedoch als abgehakt.

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Lars Pollmann  
17.10.2020