Vizepräsident räumt ein

Barca bei Haaland aus dem Rennen: "Können es uns nicht leisten"

Haaland ist für Barca zu teuer. Foto: Getty Images
Haaland ist für Barca zu teuer. Foto: Getty Images

Erling Haaland kann Borussia Dortmund laut übereinstimmender Medienberichte am Saisonende vermittels einer Ausstiegsklausel zu einem vergleichsweise günstigen Preis verlassen. Die Fußball-Elite Europas ist längst in Alarmbereitschaft versetzt. Der FC Barcelona nimmt sich nun als erster potenzieller Anwärter selbst aus dem Rennen.

"Er ist einer der besten Spieler der Welt, aber, wenn ich mir unsere finanzielle Situation ansehe, glaube ich nicht, dass wir uns diese Operation leisten können", erklärt Rafael Yuste gegenüber der Sportzeitung Mundo Deportivo. Yuste ist erster Vizepräsident von Barca und gilt als rechte Hand von Klubchef Joan Laporta. Er verspricht wirtschaftliche Disziplin, wo die Vorgänger auf den wichtigsten Posten der Katalanen unvernünftig agiert haben.

Vernunft spricht gegen Top-Transfers

"In der vorherigen Konstellation wurden Spieler geholt, ohne dass jemand wusste, ob sie überhaupt zu bezahlen wären. Das hat die Schulden nur weiter angehäuft", kritisiert Yuste seine Vorgänger. Barca hatte unter der Woche horrende Wirtschaftszahlen veröffentlicht, in der Saison 2020/21 machte der Klub nicht nur wegen der Corona-Pandemie 481 Millionen Euro Verlust. Der Schuldenberg hat sich auf über eine Milliarde Euro aufgetürmt.

"Haus, das wir in Trümmern vorgefunden haben"

Yuste und Laporta sehen deshalb zunächst die Konsolidierung des FC Barcelona als ihre Hauptaufgabe. "Zuerst müssen wir die Mauern eines Hauses, das wir in Trümmern vorgefunden haben, wieder aufrichten", erklärt der Vizepräsident. Ein Transfer von Haaland passt da nicht ins Bild. Grundsätzlich aber behalte Barca "die besten Spieler der Welt" stets im Auge und gehöre Haaland eben dazu. Das Timing dürfte aber nicht für die Katalanen sprechen.

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Lars Pollmann  
10.10.2021