Mit Bayern-Interesse "nicht beschäftigt"

Baku: EURO-Ticket? "Werde schlecht Nein sagen"

Baku ist seit drei Wochen beim VfL. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images
Baku ist seit drei Wochen beim VfL. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images

Ridle Baku ist Anfang des Monats vom FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg gewechselt. Mit einer Ablöse von kolportierten zehn Millionen Euro gehört er im Corona-Transferfenster zu den teureren Spielern der Bundesliga. Den Rucksack macht auch eine vermeintliche Verbindung zum FC Bayern nicht leichter.

Verschiedene Medien hatten berichtet, der U21-Nationalspieler habe auch beim Rekordmeister auf einer Liste möglicher Transferziele gestanden, ehe es ihn nach Niedersachsen verschlug. Den Angaben des 22-Jährigen nach zu urteilen, war das Thema aber nicht brennend heiß. "Ich habe mich damit nicht beschäftigt, hatte das nicht wirklich im Blick. Es war relativ klar, dass ich zum VfL wechseln werde", zitiert das Portal Sportbuzzer Baku. Bei den Wölfen stand er am Sonntag erstmals in der Startelf, garnierte einen 90-minütigen Einsatz mit dem Assist zum 1:1 durch Wout Weghorst.

"Da denke ich nicht drüber nach"

Dass er in Wolfsburg bessere Aussichten auf einen Stammplatz hat als beim FC Bayern, liegt auf der Hand. So mancher Experte sieht in Baku so gar einen Außenseiter-Kandidaten für ein Ticket zur EURO nach der Saison. Immerhin ist das DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw nicht eben mit einer riesigen Bandbreite an rechten Außenverteidigern gesegnet. "Da denke ich jetzt nicht so drüber nach, aber wenn sich das irgendwie ergeben könnte, werde ich schlecht Nein sagen", so Baku gelassen. Er wolle sich über den VfL und die U21-Nationalmannschaft anbieten.

"Die Acht ist meine Wunschposition"

Ganz grundsätzlich ist die Rolle des Außenverteidigers dabei ohnehin nicht das Ziel seiner Träume. "Ich kann das durchaus spielen, dennoch kann ich mir vorstellen, irgendwann wieder im Mittelfeld zu spielen. Die Acht ist eigentlich meine Wunschposition", gibt Baku unumwunden zu. Ein Mittelfeldmann, der seiner Mannschaft hinten rechts hilft? Kein Wunder, dass der langjährige Mainzer Joshua Kimmich als eines seiner Vorbilder nennt. Mit dem Bayern-Star hätte er womöglich heute in einem Team spielen können. Vielleicht tut er es im Sommer doch noch.

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Lars Pollmann  
22.10.2020