FC Bayern

Babbel: Neuer wegen Sommer "aus seiner Wohlfühloase"

Sommer bietet im Bayern-Dress ein noch eher ungewohntes Bild. Foto: Getty Images
Sommer bietet im Bayern-Dress ein noch eher ungewohntes Bild. Foto: Getty Images

Yann Sommer hat am Freitagabend einen recht unspektakulären ersten Bundesliga-Einsatz für den FC Bayern absolviert. Beim 1:1 bei RB Leipzig wurde der Schweizer im Kasten des Rekordmeister nur selten geprüft. Der Routinier vertritt bis zu dessen Rückkehr Manuel Neuer. Was dann passiert? Markus Babbel glaubt an einen Konkurrenzkampf mit offenem Ausgang.

"Ich kann mir vorstellen, dass sie jetzt eben wollen, dass auch Neuer sich nochmal neu beweist und in den Konkurrenzkampf mit Sommer geht. Vielleicht tut es Neuer auch gut, wenn er aus seiner Wohlfühloase gezogen wird und in den Zweikampf gehen muss", so der Ex-Nationalspieler beim Portal 888Sport.de. Es könne für Neuer einen Motivationsschub bedeuten, meint Babbel, wenn er sich gegen Sommer durchsetzen muss, um wieder zwischen den Pfosten zu stehen.

"Seine Nation hat Deutschland bei weitem überholt"

Dass das nicht automatisch der Fall sein werde, liegt für Babbel auf der Hand. "Sommer ist Schweizer Nationalkeeper, seine Nation hat Deutschland bei weitem überholt. Er muss sich auf keinen Fall verstecken, auch wenn er weiß, wer da vor ihm steht", so der frühere Münchner Abwehrmann. Neuer sei zwar der überragende Torhüter seiner Generation, habe mit seinem Beinbruch bei einem leichtsinnigen Skitouren-Unfall aber den Klub in die Bredouille gebracht.

"Die Messlatte so dermaßen hoch gelegt"

"Sein Problem ist jetzt auch, dass er die Messlatte so dermaßen hoch gelegt hat und aktuell selbst nicht so wirklich dran kommt. Die Frage, die sich bei Neuer stellt, ist: Kommt er noch einmal so zurück im Sommer? Die Verletzung ist sehr schwer, er wird auch nicht jünger", sagt Babbel. Offen ist auch, wann Neuer überhaupt wieder spielfähig sein wird. Es schwirren Gerüchte umher, die einen wesentlich längeren Ausfall nahelegen als zuletzt bekannt war. Uli Hoeneß sieht die Diskussionen derweil als unnötig an. "Der FC Bayern ist glücklich, mit Sommer einen Torwart zu haben, der die Probleme zumindest für die nächsten sechs Monate löst, dann sieht man weiter", plädierte er am Sonntag beim TV-Sender Sport1 für mehr Geduld (fussball.news berichtete).

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Lars Pollmann  
22.01.2023