Schwache Bundesliga-Saison

Babbel: "Man muss Dortmund generell hinterfragen"

Der BVB ist in die WM-Pause getaumelt. Foto: Getty Images
Der BVB ist in die WM-Pause getaumelt. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund überwintert in der Bundesliga auf einem enttäuschenden Tabellenplatz sechs. Zwei Niederlagen zum Ausklang des Fußballjahrs 2022 beim VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach lassen den Haussegen schief hängen. Markus Babbel übt deutliche Kritik am Gesamtkonstrukt BVB.

"Man muss Dortmund generell mal hinterfragen. Dieser Verein veranlasst einen, mit permanentem Kopfschütteln da zu sitzen. Wenn du denkst, sie haben die Kurve bekommen, gibt es diese unerklärlichen Aussetzer", so der langjährige Profi und Trainer in der ran Bundesliga Webshow. Aus Sicht von Babbel macht es aufgrund der jahrelang ähnlichen Probleme auch keinerlei Sinn, jetzt Chefcoach Edin Terzic in die Schusslinie zu stellen. 

"Vor allem die Mannschaft hinterfragen"

"Ich muss mich als Verein hinterfragen, ob ich alles für den Erfolg tue. Und vor allem die Mannschaft hinterfragen, warum wehrt sie sich nicht gegen Widerstände, warum knickt sie ein, wenn es hart auf hart kommt und warum ist sie nicht in der Lage, alle drei Tage Leistung abzurufen?", so Babbel. Dass Klubchef Hans-Joachim Watzke sich zuletzt deutlich hinter Terzic gestellt hat, hält der Ex-Nationalspieler derweil nicht unbedingt für ein starkes Zeichen. "Was soll Watzke denn jetzt auch anderes sagen, er muss ja sagen, das ist mein Trainer. Sonst ist man ja unglaubwürdig, irgendwann hat man das Gefühl, kein Trainer ist gut genug für Borussia Dortmund", so Babbel.

"Wie bei 'Täglich grüßt das Murmeltier'"

In der Tat ist schwer zu erklären, warum seit dem Abschied von Jürgen Klopp verschiedenste Trainerpersönlichkeiten letztlich daran scheitern, den BVB dauerhaft zum Erfolg zu führen, obwohl der Verein viel Geld in Personal investiert und nach Transferperioden oftmals gute Zeugnisse ausgestellt bekommt. "Es muss ja irgendwo im Verein irgendwas nicht stimmen", meint Babbel. "Es kann nicht sein, dass du Jahr für Jahr über genau die selben Themen redest, es ist wie bei 'Täglich grüßt das Murmeltier'."

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Lars Pollmann  
15.11.2022