Ex-Profi echauffiert sich

Babbel: Champions-League-Reform "Scheißdreck hoch zehn"

Babbel äußert sich zu den Plänen, die die UEFA für die Königsklasse vorsieht.
Babbel äußert sich zu den Plänen, die die UEFA für die Königsklasse vorsieht. Foto: Imago

Die UEFA hat am Montag offiziell bestätigt, dass die Champions League ab 2024 grundlegende Veränderungen erhält. Markus Babbel, früher unter anderem beim FC Bayern und VfB Stuttgart aktiv, hält wenig davon.

Trotz des Wirbels um die Super League hat die UEFA ihren Plan durchgezogen und wie erwartet mitgeteilt, dass es zur Reform der Champions League ab 2024 kommen wird. "Die UEFA lacht sich kaputt, die Champions League 2024 ist auf gut Deutsch auch ein Scheißdreck hoch zehn", meinte Markus Babbel diesbezüglich im Interview mit Goal und Spox. Der 48-Jährige, der in seiner aktiven Karriere die meisten Spiele für den FC Bayern bestritt, sagte weiter: "Das kann doch auch niemand ernst nehmen, weil es nur um noch mehr Spiele und damit noch mehr Geld geht."

"Reform ein Desaster"

So sei aus der Sicht des gebürtigen Münchners "die Reform ein Desaster, aber immerhin haben die Mannschaften dabei noch die Chance, sich sportlich zu qualifizieren". In der Super League wäre dies nämlich nicht respektive nur teils möglich gewesen. Da es sich dabei um eine größtenteils geschlossene Liga gehandelt hätte, war der Druck und die Kritik so groß, dass bis Mittwoch bereits neun Teams ihren Rückzug erklärten.

 

 

Die Reform der Champions League erklärt

Doch wie sieht der neue Modus der Champions League derweil aus? Ab 2024 erhält die Königsklasse eine Aufstockung von derzeit 32 auf 36 Teilnehmer vor. Der Wettbewerb wird künftig im sogenannten "Schweizer Modell" gespielt werden. Das bedeutet, dass jeder Klub zehn Gruppenspiele gegen zehn anhand einer Setzliste zugeloste Gegner erhält. Daraus wird eine Gesamttabelle der 36 Teams ermittelt, anhand derer die acht bestplatzierten Mannschaften direkt in die K.o.-Runde einziehen. Die Mannschaften auf den Rängen neun bis 24 spielen in Play-offs die weiteren Teilnehmer der K.o.-Runde aus.

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Adrian Kuehnel  
21.04.2021