Bundesliga-Manager

Ausstiegsklauseln-Ärger? Mislintat nimmt Trainer in Schutz

Sven Mislintat nimmt die Trainer in Schutz.
Sven Mislintat nimmt die Trainer in Schutz. Foto: Imago

Nicht nur im Doppelpass auf Sport1 gab es zuletzt eine heiße Diskussion über die Ausstiegsklauseln von Trainern. Sven Mislintat, Sportdirektor des VfB Stuttgart, hat damit keine Probleme.

Bekommen Trainer durch Ausstiegsklauseln zu viel Macht eingeräumt? Sind den Vereinen dadurch die Hände gebunden? Sven Mislintat, der bei Spielern, die Ablösen kosten, stets eine Ausstiegsklausel verweigerte, sieht die Lage bei Trainern als etwas "ganz anderes". Der Sportdirektor des VfB Stuttgart begründete im kicker: "Spieler sind viel, viel besser geschützt. Ich kann keinem nach zwei Jahren sagen: Ich gebe dir jetzt nur noch 20 oder 25 Prozent deiner Restlaufzeit als Abfindung und schicke dich nach Hause."

Mislintat versteht Trainer-Ausstiegsklauseln

Bei Misserfolg heißt es dann lapidar oftmals, dass doch nicht die gesamte Mannschaft ausgewechselt werden könne. Bayern-Star Thomas Müller sagte einst, dass der Trainer dann eben das schwächste Glied in der Kette sei. Mislintat weiß um diese Problematik für die Übungsleiter und nahm sie daher in Schutz: "Der Trainer hat auch das Recht zu sagen, dass er aus dem Vertrag möchte, wenn er richtig erfolgreich ist." Pellegrino Matarazzo jedenfalls soll ebenfalls eine Ausstiegsklausel, die zwischen zwei und 4,5 Millionen Euro beträgt, haben.

Florian Bolker  
08.04.2021

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