Eintracht in der Klemme

Ausstehende Haller-Millionen: Klingelt bald der Inkasso-Dienst bei West Ham?

Haller blieb bei West Ham mit sieben Treffern hinter den Erwartungen. Foto: Stephen Pond/Getty Images
Haller blieb bei West Ham mit sieben Treffern hinter den Erwartungen. Foto: Stephen Pond/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat vergangenen Sommer mit den Verkäufen von Luka Jovic und Sebastien Haller den großen Reibach gemacht. Allerdings kassierten die Hessen nicht alleine den vollen Umfang der zusammengerechnet über 100 Millionen Euro Ablöse. Beim Franzosen steht sogar ein beträchtlicher Teil der Zahlungen seitens West Ham United aus.

Schon länger bekannt ist dabei, dass die Hammers aus London einige Raten schlichtweg nicht nach Frankfurt überwiesen haben, der Klub darüber not amused ist und die FIFA eingeschaltet hat. Wie der Wiesbadener Kurier berichtet, hat der Weltverband in dieser Woche zur Thematik beratschlagt. Mit einer schnellen Lösung im Sinne der Eintracht ist aber nicht zu rechnen, wenngleich sie sich mit guter Begründung im Recht sieht. Wäre dies nicht alleine Ärgernis genug, kommt die Posse für den Bundesligisten in der Corona-Pandemie zur absoluten Unzeit.

Inkasso oder Kredit?

Das Budget der Hessen ist ohnehin schon derart belastet, dass manche Beobachter mit einem teuren Abgang rechnen. Jeder Kandidat, ob Top-Star Filip Kostic, Abwehr-Liebling Martin Hinteregger oder Juwel Evan N'Dicka würde dabei eine schmerzhafte Lücke hinterlassen. Bei den Haller-Millionen überlegt der Klub dem Bericht zufolge derweil auch, ob die Beauftragung eines Inkasso-Unternehmens dem Premier-League-Klub auf die Sprünge helfen könnte. Dabei würde Eintracht allerdings einen Teil der ausstehenden Summe abtreten müssen. Alternativ spekuliert das Blatt über einen Kredit, bis die Millionen von West Ham auf dem Konto landen.

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Lars Pollmann  
14.08.2020