Laporta bleibt großer Favorit

Außenseiter Font glaubt an Barca-Chance: "Bei null gestartet"

Font gilt als ernsthafter Herausforderer für Favorit Laporta. Foto: Imago
Font gilt als ernsthafter Herausforderer für Favorit Laporta. Foto: Imago

Der FC Barcelona hat am Montag bekannt gegeben, welche Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in zwei Wochen genügend Unterschriften sammeln konnten. Favorit Joan Laporta kam dabei alleine auf mehr Unterstützer als seine drei ärgsten Verfolger zusammen. Victor Font glaubt dennoch an seine Chance.

Der von spanischen Medien als einzig ernsthafte Herausforderer des Ex-Präsidenten Laporta geltende Geschäftsmann kam mit 4 700 Unterschriften auf den zweiten Rang. "Wir sind sehr zufrieden. Wir sind bei Null gestartet und haben jetzt fast 5000 Unterschriften, mitten in einer Pandemie, das ist der Wahnsinn", äußert Font gegenüber Catalunya Radio. Der 48-Jährige hat aber wohl nur dann Chancen, wenn sich alle Gegner von Laporta hinter ihm vereinen.

"Können nicht zurück ins Jahr 2003"

Im Wahlkampf, der schon längst brodelt, stellte sich Font deshalb auch immer wieder in den Gegensatz zum Anwalt Laporta. "Wir können nicht zurück ins Jahr 2003, wir müssen Barca für die Zukunft aufstellen", forderte er unlängst gegenüber der Zeitung Sport. Im Moment brauche der Klub angesichts der riesigen Herausforderungen der Corona-Pandemie gerade in wirtschaftlicher Hinsicht "Personen mit Erfahrung im Management". Sein Vorwurf: Laporta, Präsident zwischen 2003 und '10, schmücke sich mit den Federn des Erfolgs, den seinerzeit andere Persönlichkeiten erarbeitet hätten.

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Lars Pollmann  
12.01.2021