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Per Ausnahmeregelung: Zuschauer in der Bundesliga auch vor 2021 möglich

Das Ende der Geisterspiele ist womöglich in Sicht. Foto: Ina Fassbender/Pool via Getty Images
Das Ende der Geisterspiele ist womöglich in Sicht. Foto: Ina Fassbender/Pool via Getty Images

Am Donnerstag haben die Fußballfans in Deutschland einen vermeintlichen Dämpfer verpasst bekommen. Aus allerlei Medien tönte es, die Rückkehr von Fans in die Stadien der Bundesliga sei bis 2021 ausgeschlossen. Dabei soll eine Ausnahmeregelung die Teilöffnung durchaus ermöglichen.

Davon berichtet die Bild-Zeitung. Das Boulevardblatt zitiert aus der Beschlussvorlage eines Treffens zwischen der Bundesregierung und den Landesregierungen, das ein Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Dezember bewirken soll: "Ausnahmen können in Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von unter 15 dann vorgesehen werden, wenn sichergestellt ist, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region bzw. aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Inzidenzen kommen." Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht.

Aktuell mehrere Bundesliga-Standorte unter der Grenze

Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen in einer Region in sieben Tagen neu erkrankt sind. Dabei geht es um eine Rechnung auf jeweils 100 000 Bewohner innerhalb der Region. Die Inzidenz wird vom Robert Koch-Institut jeden Tag um Mitternacht veröffentlicht. Mit Stand des heutigen Datums haben mehrere Bundesliga-Standort eine Inzidenz von unter 15. Theoretisch wäre hier also denkbar, dass Zuschauer bei Veranstaltungen vor Ort sein dürften. Vonnöten wären dafür personalisierte Tickets, die die Herkunft eines jeden Fans eindeutig kennzeichnet.

Wettbewerbsgleichheit ein Fragezeichen

Bei vielen Zuschauern kommen personalisierte Tickets nicht gut an, sie gehören jedoch zum von den Bundesliga-Klubs und der DFL bereits verabschiedeten Konzept, mit dem die Rückkehr von Fans ermöglicht werden soll. Sollte die Beschlussvorlage angenommen werden, spräche wohl noch ein wichtiger Faktor gegen die teilweise Öffnung der Stadien: Die Wettbewerbsgleichheit ist nicht gegeben, weil jeder Bundesliga-Standort einzeln zu betrachten ist. In Gelsenkirchen zum Beispiel ist die Inzidenz aktuell knapp unter 15, in Dortmund knapp darüber. Dürfte der FC Schalke 04 also mit Fans spielen, Borussia Dortmund aber nicht? 

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Lars Pollmann  
27.08.2020