21 potenzielle Gegner für den BVB

Auslosung: BVB zwischen 'Hammer-Gruppen' und 'Traumlosen'

Mit wem messen sich Emre Can und Co. in dieser Saison? Foto: UEFA - Handout/UEFA via Getty Images
Mit wem messen sich Emre Can und Co. in dieser Saison? Foto: UEFA - Handout/UEFA via Getty Images

Am heutigen Donnerstagnachmittag werden in Genf die Gruppen der Champions League ausgelost. Borussia Dortmund findet sich in Topf 2 wieder und kann natürlich nicht auf einen Konkurrenten aus der Bundesliga treffen. So verbleiben 21 potenzielle Gegner für den BVB. Denkbar sind echte Hammer-Gruppen, aber auch vermeintliche Traumlose.

In der besonderen Situation des Jahrs 2020 bezieht sich das nicht nur auf die sportliche Qualität der Gegner, sondern auch auf lokale Hintergründe. Es macht in der Corona-Pandemie einen gewaltigen Unterschied, ob der BVB aus Topf 3 einen der drei italienischen Vertreter zieht, oder aber zu Dynamo Kiev reisen muss. Nicht nur, weil im engen Spielplan kurze Reisewege zu bevorzugen wären, sondern auch, weil für manche Länder, eben unter anderem die Ukraine, eine Reisewarnung besteht. Nicht auszumalen, Profis müssten nach derartigen Dienstreisen in Quarantäne.

Gruppenphase dauert nur zwei Monate

Freilich ist die Lage in der Coronakrise durchaus volatil und so lässt sich Anfang Oktober kaum sagen, was am 6. Spieltag am 08. und 09. Dezember Sache sein wird. Und so konzentrieren sich Anhänger und Profis selbst sicher doch vor allem auf die sportlichen Herausforderungen, die auf ihre Teams warten werden. Der BVB hat in Vorjahren schon verschiedenste Konstellationen erlebt, vermeintliche Hammer-Gruppen, aber auch solche, die der deutsche Vizemeister problemlos überstehen sollte. Wie könnten solche Gruppen heuer aussehen?

Was wären die härtere Lose?

Das schwerste Los stammt beinahe natürlich aus Topf 1. Auf den FC Liverpool würde der BVB sicher gerne verzichten, so gerne die Verantwortlichen jede Gelegenheit für ein Wiedersehen mit Jürgen Klopp nutzen. Real Madrid hat Dortmund schon oft genug gesehen, Paris Saint-Germain eliminierte den BVB zuletzt im Achtelfinale. In Topf 3 muss es weder Inter Mailand noch Atalanta sein, auch wenn Dortmund die Elf von Antonio Conte im Vorjahr, dank der Schützenhilfe des FC Barcelona, hinter sich lassen konnte. Das letztjährige Überraschungsteam Atalanta sollte derweil niemand mehr unterschätzen. In Topf 4 sollte der BVB gegen jeden Gegner klar favorisiert sein, die Ligue-1-Klubs Olympique Marseille und Stade Rennes sind womöglich individuell am stärksten besetzt.

Mögliche 'Hammer-Gruppe': FC Liverpool, Atalanta, Stade Rennes

Was wären die leichteren Lose?

Naturgemäß hält Topf 1 keinerlei Laufkundschaft bereit, wohl aber macht es einen Unterschied, ob Dortmund an der Anfield Road gastieren muss oder bei Zenit St. Petersburg oder dem FC Porto. Im direkten Vergleich würde der BVB jeweils wohl mindestens auf Augenhöhe rangieren. Trotz jeweils nicht sonderlich guter Erfahrungen in der Vergangenheit sind in Topf 3 derweil womöglich Olympiakos und der FK Krasnodar Lose, mit denen Dortmund gut leben könnte. Auch Lazio Rom mit dem früheren BVB-Flop Ciro Immobile hat auf europäischem Parkett zuletzt selten Bäume ausgerissen. Bei den potenziellen Gegnern aus Topf 4 ginge es derweil wohl vor allem darum, sie nicht zu unterschätzen. Auf dem Papier gilt wahrscheinlich Ferencvaros aus Budapest als größter Außenseiter.

Mögliches 'Traumlos': FC Porto, FK Krasnodar, Ferencvaros

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
01.10.2020