05er müssen treffen auf alle Champions-League-Kandidaten

Wegen Svensson: Ausgerechnet Mainz kann den Kampf um die Champions League beeinflussen

Nach dem FC Bayern kann Mainz 05 auch andere Größen der Bundesliga ärgern. Foto: Imago.
Nach dem FC Bayern kann Mainz 05 auch andere Größen der Bundesliga ärgern. Foto: Imago.

Drei Spieltage vor Schluss ist das Rennen um die beiden übrigen Champions-League-Plätze größer denn je. Zwischen dem VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund liegen jeweils nur ein Punkt. Ausgerechnet Mainz 05 könnte sich für das Trio als Stolperstein herausstellen.

Seit Bo Svensson Mainz 05 im Januar übernommen hat, geht es für die Rheinhessen steil bergauf. Von 16 Spielen unter seiner Leitung wurden 8 gewonnen, mit insgesamt 27 gesammelten Punkten belegt die Mannschaft in der Rückrundentabelle Platz fünf - und nicht zuletzt der 2:1-Sieg über den FC Bayern hat gezeigt, dass die Mainzer auch den Großen der Bundesliga wehtun können. Ein Blick auf das Restprogramm von Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg zeigt, dass die 05er das Rennen um die Tabellenplätze drei und vier entscheidend beeinflussen können. Denn: Nacheinander treffen die drei Kontrahenten auf die Svensson-Elf. Zuallererst muss Eintracht Frankfurt ran, danach der BVB und am 34. Spieltag Wolfsburg.

Besonders Frankfurt tut sich schwer

Rein statistisch betrachtet haben die Wölfe die besten Karten, um die Hürde Mainz zu überwinden: Von den letzten fünf direkten Duellen wurden vier gewonnen, einmal gab es ein Unentschieden. Dortmund gewann drei Partien, kassierte am Ende der vergangenen Spielzeit jedoch eine 0:2-Niederlage und spielte im Hinspiel dieser Saison nur Remis (1:1). Eintracht Frankfurt gewann dagegen nur das jüngste der vergangenen Duelle und musste zuvor drei Niederlagen in Folge hinnehmen, während die Partie im Dezember 2018 Unentschieden (2:2) endete.

Dortmund hat den besten Lauf

Ein Blick auf die aktuelle Bilanz deutet jedoch darauf hin, dass sich auch Wolfsburg schwertun könnte. Die Wölfe verloren drei der vergangenen vier Partien, Frankfurt steht bei zwei Niederlagen. Einzig Borussia Dortmund kann mit vier Siegen in Serie eine makellose Bilanz vorweisen, während Mainz mit drei Siegen und einem Remis zu überzeugen wusste.

Auch Leipzig greift ein

Neben Mainz ist aber auch Leipzig ein möglicher Stolperstein, schließlich treffen die Sachsen am 32. Spieltag auf Borussia Dortmund und am 33. Spieltag auf Wolfsburg. Und da Julian Nagelsmann womöglich gerade wegen seines bevorstehenden Wechsels zum FC Bayern das Maximum aus dieser Saison herausholen will, dürfte seine Mannschaft trotz der offenbar sicheren Qualifikation für die Königsklasse auch in diesen Partien alles in die Waagschale werfen. An Spannung dürfte es im Kampf um die Champions League daher keinesfalls mangeln.

Florian Bajus  
28.04.2021