Schalke-Profis stimmten neuen Kürzungen zu

"Aus tiefstem Herzen": Gehaltsverzicht für Mascarell selbstverständlich

Mascarell ist Kapitän auf Schalke. Foto: LEON KUEGELER/POOL/AFP via Getty Images
Mascarell ist Kapitän auf Schalke. Foto: LEON KUEGELER/POOL/AFP via Getty Images

Infolge der flächendeckenden Rückkehr von Geisterspielen in der Bundesliga ist das Thema Gehaltsverzicht wieder allgegenwärtig. Viele Klubs sind davon abhängig, dass ihre Spieler Kürzungen zustimmen. Beim FC Schalke 04 sorgte dies zuletzt für Unruhe.

Laut Medienberichten gab es im Team keine große Einigkeit, was einen neuerlichen Gehaltsverzicht anbelangt. Gegenüber Sport1 dementiert Omar Mascarell einen Dissens in der Schalke-Kabine. "Ich war sehr sauer darüber, wie teilweise über dieses Thema berichtet wurde", sagt der Kapitän. In der Mannschaft habe sehr wohl Einigkeit geherrscht. Für den Mittelfeldmann selbst ist die Bereitschaft zum Verzicht ohnehin selbstverständlich.

Privilegien sind ihm bewusst

"Ich sage das aus tiefstem Herzen: Ich verstehe nicht, wenn ein Spieler sich dagegen wehrt, auf 10, 15 oder 20 Prozent seines Gehalts zu verzichten", so Mascarell. "Wo ich herkomme, arbeiten Menschen zehn bis zwölf Stunden am Tag, um am Ende des Monats 600 Euro zu verdienen." Der Mann von der Insel Teneriffa ist sich um die Privilegien bewusst, die der Beruf des Profifußballers mit sich bringt. "Ich werde mich deshalb immer dafür einsetzen, zu helfen", verspricht Mascarell.

"Es sind schwierige Zeiten da draußen"

Er war im Frühjahr schon einer der Wortführer, als die Mannschaft auf die Schalke-Führung zugegangen war. "Diesmal kam der Klub auf uns zu. Wir haben uns beraten und gesagt: 'Okay, es sind schwierige Zeiten da draußen, wir müssen helfen!'", berichtet Mascarell. Es sei wichtig, das Thema nun abgeschlossen zu haben, um sich wieder der sportlich angespannten Lage widmen zu können. Der S04 verbringt die Länderspielpause auf einem direkten Abstiegsplatz.

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Lars Pollmann  
17.11.2020